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Roundup Westlb: TUI soll nicht zerschlagen werden - Anteilsverkauf in 2004

Der Reisekonzern TUI soll beim bevorstehenden Verkauf der Westlb-Anteile nicht zerschlagen werden. Das verbiete die Beteiligungspolitik der Bank, sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Fischer in einem Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (Montagsausgabe). Zugleich kündigte er an, dass sich die Westlb noch im laufenden Jahr von dem Aktienpaket (rund 31 %) an dem hannoverschen Tourismusunternehmen trennen wolle. Die TUI-Aktie war am Montagvormittag mit einem Abschlag von bis zu 1,86 % auf 15,44 € einer der schwächsten Werte im DAX

dpa-afx DÜSSELDORF/HAMBURG. Der Reisekonzern TUI soll beim bevorstehenden Verkauf der Westlb-Anteile nicht zerschlagen werden. Das verbiete die Beteiligungspolitik der Bank, sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Fischer in einem Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (Montagsausgabe). Zugleich kündigte er an, dass sich die Westlb noch im laufenden Jahr von dem Aktienpaket (rund 31 %) an dem hannoverschen Tourismusunternehmen trennen wolle. Die TUI-Aktie war am Montagvormittag mit einem Abschlag von bis zu 1,86 % auf 15,44 ? einer der schwächsten Werte im DAX

"Die Gespräche laufen schon eine ganze Weile. Sie sind ernsthaft", sagte der Westlb-Chef der "FTD". Nach Angaben eines Banksprechers machte er aber keine Angaben zur Art und Anzahl der Verhandlungspartner. Dabei wiederholte er frühere Aussagen der Bank, dass das TUI-Paket verkauft werden soll, dass die Westlb klare Preisvorstellungen habe, aber nicht unter Zeitdruck stehe.

'FT': RIU IST Wahrscheinlichste Alternative

Nach Informationen der "Financial Times" ist die spanische Hotelkette Riu, an der TUI 49 % hält, die wahrscheinlichste Alternative unter den potenziellen Käuern. Dies schreibt die Zeitung in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Branchenkreise. Als Kaufsumme nannte die Zeitung einen Preis von bis zu 900 Mill. ?. Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) hingegen bezeichnete die Nachrichten als "nicht sonderlich überraschend". Riu habe immer als möglicher Investor gegolten.

In Finanzkreisen wurden in den vergangenen Wochen mehrfach spanische Hotelketten als Kaufinteressenten genannt. Diese hatten die Medienberichte aber dementiert. Zu diesen Spekulationen äußerte sich Fischer in dem Gespräch mit der Zeitung nicht. Er schloss aber aus, dass der Anteil an so genannte Geierfonds verkauft werde. Diese Fonds sind darauf spezialisiert, Unternehmen aufzukaufen, um sie anschließend zu zerschlagen und Teile Gewinn bringend zu verkaufen.

Fischer: Verkauf AN Geierfonds Passt Nicht ZUR Kultur DER Westlb

Die Kultur der Westlb im Umgang mit Beteiligungen verbiete einen Verkauf an derartige Investoren, betonte Fischer: "Für eine Bank mit öffentlich-rechtlichen Eignern und besonders für die Westlb mit ihrer Geschichte, Tradition und Prägung ist es inakzeptabel, ein Investment zu verkaufen, ohne darauf zu achten, was der Käufer damit macht".

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