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ROUNDUP: Wieder Rückrufaktion bei Mitsubishi - Diesmal auch in DeutschlandDPA-Datum: 2004-06-30 18:06:50

TOKIO (dpa-AFX) - Der schwer angeschlagene japanische Autohersteller Mitsubishi < MBC.SQ1 > < MBI.FSE > muss innerhalb weniger Wochen wieder eine Rückrufaktion starten. Diesmal werden 75.000 Kombis des Modells Libero in die Werkstätten beordert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Grund seien insgesamt 16 Zwischenfälle mit Heckklappen. Zuletzt wurden fünf neue Fälle bekannt, in denen Menschen Kopfverletzungen erlitten. Ein Teil der Fahrzeuge sei auch nach Deutschland geliefert worden.

TOKIO (dpa-AFX) - Der schwer angeschlagene japanische Autohersteller Mitsubishi < MBC.SQ1 > < MBI.FSE > muss innerhalb weniger Wochen wieder eine Rückrufaktion starten. Diesmal werden 75.000 Kombis des Modells Libero in die Werkstätten beordert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Grund seien insgesamt 16 Zwischenfälle mit Heckklappen. Zuletzt wurden fünf neue Fälle bekannt, in denen Menschen Kopfverletzungen erlitten. Ein Teil der Fahrzeuge sei auch nach Deutschland geliefert worden.

Die Zwischenfälle ereigneten sich seit Dezember 1995. Von den 75.000 zurückgerufenen Libero-Fahrzeugen seien 50.000 in Japan ausgeliefert worden und der Rest vor allem in Europa, unter anderem in der Schweiz und Norwegen. Für kommende Woche kündigte Mitsubishi eine weitere Rückrufaktion für mehr als 40.000 Fahrzeuge allein auf dem japanischen Markt an.

Erst Anfang Juni hatte Mitsubishi rund 280.000 Autos in die Werkstätten zurückgerufen. Betroffen waren 17 Modelle der Baujahre zwischen 1992 bis 1997. Davon waren 95.000 Pajero-Jeeps. Die Probleme mit dem Modell hören jedoch nicht auf. Am Mittwoch wurde der zweite Brand eines Pajero in Japan innerhalb einer Woche gemeldet. Die Insassen der Anfang der 90er Jahre gebauten Fahrzeuge konnten sie unverletzt verlassen.

Die Qualitätsprobleme belasten die Marke Mitsubishi immer stärker. Die inzwischen zum DaimlerChrysler-Konzern < DCX.ETR > gehörende einstige Mitsubishi-Lastwagentochter Mitsubishi Fuso beorderte kürzlich alle ihre Busse und Lkws in Japan zu einer kostenlosen Inspektion. Mehrere Mitsubishi-Manager wurden wegen Vertuschung von Mängeln verhaftet. Auslöser war ein Todesfall mit einem losgerissenen Lkw-Rad. DaimlerChrysler droht mit einer Schadenersatzklage gegen Mitsubishi im Zusammenhang mit dem Kauf der Lastwagensparte. Der Stuttgarter Konzern hält 65 Prozent an Mitsubishi Fuso.

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