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Roundup2: Basf erhöht 2004-Prognose nach überraschend guten Quartalszahlen

(dpa-AFX) Ludwigshafen - Der weltgrößte Chemiekonzern Basf < BAS.ETR > hat seine Prognose für das Gesamtjahr 2004 nach besser als erwarteten Quartalszahlen angehoben. "Wir sind zuversichtlich, unsere anspruchsvolle neue Prognose für das Gesamtjahr 2004 zu erfüllen, nämlich Umsatz und Ebit vor Sondereinflüssen deutlich zu steigern", sagte der Basf-Chef Jürgen Hambrecht am Mittwoch in Ludwigshafen. Bislang war Basf nur von einem leichten Zuwachs beim Umsatz und von einem höheren operativen Gewinn vor Sonderfaktoren ausgegangen.

(dpa-AFX) Ludwigshafen - Der weltgrößte Chemiekonzern Basf < BAS.ETR > hat seine Prognose für das Gesamtjahr 2004 nach besser als erwarteten Quartalszahlen angehoben. "Wir sind zuversichtlich, unsere anspruchsvolle neue Prognose für das Gesamtjahr 2004 zu erfüllen, nämlich Umsatz und Ebit vor Sondereinflüssen deutlich zu steigern", sagte der Basf-Chef Jürgen Hambrecht am Mittwoch in Ludwigshafen. Bislang war Basf nur von einem leichten Zuwachs beim Umsatz und von einem höheren operativen Gewinn vor Sonderfaktoren ausgegangen.

Die stärksten Wachstumsimpulse kämen aus Asien und Nordamerika, sagte Hambrecht. Dämpfend wirkten allerdings die hohen Rohstoffpreise. Die Basf hob ihre Durchschnittsschätzung für den Ölpreis je Barrel (159 Liter) von 28 auf 32 bis 35 US-Dollar an. Bei der neuen Gesamtjahresprognose geht das Chemieunternehmen von keinen unvorhergesehenen Ereignissen wie Terrorattacken, extremen Rohstoffverteuerungen oder Währungsveränderungen aus.

Zum Verlauf des dritten Quartals äußerte sich Hambrecht ebenfalls positiv: Das dritte Quartal laufe ordentlich und die Basf sehe ein "deutlich reduziertes Sommerloch". Die Basf-Aktie gab am Nachmittag dennoch in einem schwachen Marktumfeld um 0,25 Prozent auf 44,56 Euro ab. Der DAX < DAX.ETR > verlor gleichzeitig knapp 1,5 Prozent.

Quartalszahlen Deutlich Über Analystenschätzungen

Die Zahlen zum zweiten Quartal lagen deutlich über den Vergleichsdaten für den Vorjahreszeitraum und übertrafen dabei die Analystenschätzungen. Zuwächse verzeichnete die Basf dabei in allen Regionen und Sparten. Das Unternehmen profitierte von der kräftigen Belebung der Weltwirtschaft. Vor allem das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg um 44 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die von dpa-AFX befragten elf Experten hatten im Durchschnitt ein Ergebnis vor Sonderposten von 1,085 Milliarden Euro erwartet.

Positiv äußerten sich Analysten zu den vorgelegten Zahlen. "Das Ergebnis wurde durch die gute Entwicklung in den drei Chemie-Sparten vorangetrieben, in denen das Wachstum und die Preise anzogen", sagte Analyst Owen Dwyer. Auch die Sparte Öl & Gas habe positiv beigetragen, hier habe Basf vom hohen Ölpreis profitiert. Einziger Wermutstropfen sei die Sparte Pflanzenschutz und Ernährung, die leicht unter den Merrill-Lynch-Prognosen lag.

Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zu. Die Experten waren von Erlösen in Höhe von 8,694 Milliarden Euro ausgegangen. Den Gewinn konnte die Basf auf 634 Millionen Euro steigern und damit zum zweiten Quartal 2003 mehr als verdreifachen. Die Schätzungen hatten bei 560 Millionen Euro gelegen.

Basf Setzt Aktienrückkauf WIE Geplant Fort

Die Ludwigshafener haben nach eigenen Angaben bis zum 30. Juni bereits 300 Millionen Aktien zurückgekauft. Der Konzern hatte zuvor den Erwerb von 500 Millionen Papieren angekündigt. "Wir haben die Genehmigung für 500 Millionen Aktien und werden auch diese zügig umsetzen", sagte der Finanzvorstand Kurt Bock.

Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen sollen in allen Regionen fortgesetzt werden. In Ludwigshafen will das Unternehmen durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen jährlich 450 Millionen Euro einsparen. Bisher hätten die eingeleiteten Maßnahmen bereits zu Kostensenkungen von jährlich über 250 Millionen Euro geführt. Das Projekt liege damit im Zeitplan, sagte Konzernchef Hambrecht.

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