Archiv
Roundup2: Beru übertrifft Gewinnerwartung des Marktes - Umsatzplus 23 %

Der Automobilzulieferer Beru hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2004/2005 (bis Ende März) trotz Problemen bei der Frankreich-Tochter Eyquem die Analystenprognosen übertroffen und die Jahresprognose bestätigt. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg rund 22 % auf 11,8 Mill. €. Damit übertraf der Spezialist für Diesel-Kaltstart, Zündkerzen und Reifendruckkontrolle die durchschnittlich erwarteten 11,6 Mill. € der sechs von dpa-AFX befragten Analysten.

dpa-afx LUDWIGSBURG. Der Automobilzulieferer Beru hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2004/2005 (bis Ende März) trotz Problemen bei der Frankreich-Tochter Eyquem die Analystenprognosen übertroffen und die Jahresprognose bestätigt. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg rund 22 % auf 11,8 Mill. ?. Damit übertraf der Spezialist für Diesel-Kaltstart, Zündkerzen und Reifendruckkontrolle die durchschnittlich erwarteten 11,6 Mill. ? der sechs von dpa-AFX befragten Analysten.

Die Beru-Aktie gehörte nach Börsenstart mit einem Plus von 3 % auf 56,50 ? zur Spitzengruppe im Mdax , der um 0,48 % auf 4 879,65 gewann.

Auch der Umsatz, den Beru um 23,2 % auf 85,5 (69,4) Mill. ? erhöhte, lag über der Prognose von 80,7 Mill. ?. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Ludwigsburg mitteilte, kletterte der Konzerngewinn um 20,3 % auf 7,7 (6,4) Mill. ?. Die Analysten hatten im Schnitt mit 7,6 Mill. ? gerechnet. Weiter in den roten Zahlen steckt der 2003 übernommene französische Zündkerzenbauer Eyquem.

Umsatz 2004/05 Soll Insgesamt UM 13 Prozent Zulegen

Der Beru-Vorstandsvorsitzende Marco von Maltzan bestätigte die Jahresprognose "10x10". Das Unternehmen werde Erlöse und Ebit aus eigener Kraft um mindestens 10 % ausweiten. Mit der in 2004/2005 erstmals voll konsolidierten Eyquem werde der Umsatz insgesamt sogar um 13 % zulegen. Dies würde im Vergleich zum Vorjahreswert einen Konzernerlös von rund 400 Mill. ? bedeuten.

Die Ebit-Marge lag, durch die kriselnde Eyquem um über einen Prozentpunkt belastet, im ersten Quartal bei 13,8 (14,0) Prozent. Rolf Woller von der Hypovereinsbank (HVB) kritisierte, Beru habe bei der operativen Marge die Gesamtkostenrechnung angeblich erneut nur auf den Umsatz bezogen, Bestandsveränderungen, aktivierte Eigenleistungen und sonstige Steuern jedoch außen vor gelassen.

Konzern Weist Kritik AN Ebit-Marge Zurück

Woller sagte, seine Befürchtungen seien eingetreten, dass "die Ebit-Marge nach Ifrs die erwarteten 15 % nicht erreichen wird". Die HVB bestätige deshalb die Beru-Aktie mit "Underperform". Konzernsprecher Stephan Haas wies die Kritik als unbegründet zurück. Das Unternehmen habe umfassend bilanziert, trotz Eyquem sei die Marge fast gehalten worden. Die aktivierten Forschungs- und Entwicklungsleistungen nach Ifrs hätten im Quartal 1,7 Mill. ? betragen.

Das Unternehmen mit 2 672 (2 694) Beschäftigten, bei dem der auf Auto- und Rüstungsbeteiligungen spezialisierte US-Investor Carlyle Group 37,1 % der Aktien hält, hatte im Geschäftsjahr 2003/2004 die Rechnungslegung von HGB auf Ifrs umgestellt. Analysten bemängelten Informationspannen: Der Aktienkurs war daraufhin zur Jahresmitte von über 60 auf aktuell rund 55 ? gesunken.

Diesel Weltweit AUF DEM Vormarsch

Beru will im laufenden Geschäftsjahr die Kostenstrukturen weiter verbessern. Belastet werde die Ertragskraft durch den Preisdruck, den die Autokonzerne auf ihre Zulieferer ausübten. Vor Steuern verdiente Beru im Quartal 12,8 Mill. ? nach 10,6 Mill. ? im Vorjahr. Der Auftragseingang legte um 19,6 % auf 89,7 (75,0) Mill. ? zu. Das Ergebnis je Aktie erreichte 0,77 ? nach 0,64 ? im Vorjahr.

Im Kerngeschäftsfeld Dieselkaltstarttechnologie stieg der Umsatz um acht Prozent. Wichtigte Beru-Kunden sind General Motors , Daimlerchrysler und VW . Den weltweiten Dieselmarkt sieht von Maltzan im Aufbruch: "Aufgrund der steigenden Dieselpenetration, des Aufholpotenzials der wichtigen Märkte Deutschland und Großbritannien und der mittel- bis langfristig guten Wachstumsperspektiven in Nordamerika und Asien erwarten wir weiterhin ein solides Wachstum unseres Kerngeschäftsfeldes."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%