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Roundup2 Citigroup: Quartalsbilanz von Sonderposten in Milliardenhöhe belastetDPA-Datum: 2004-07-15 15:56:02

(dpa-AFX) NEW York - Der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup < C.NYS > < TRV.FSE > hat im zweiten Quartal die Analystenerwartungen übertroffen, aber wegen Sonderbelastungen in Milliardenhöhe unter dem Strich deutlich weniger verdient. Der Aktienkurs legte im Eröffnungshandel leicht zu.

(dpa-AFX) NEW York - Der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup < C.NYS > < TRV.FSE > hat im zweiten Quartal die Analystenerwartungen übertroffen, aber wegen Sonderbelastungen in Milliardenhöhe unter dem Strich deutlich weniger verdient. Der Aktienkurs legte im Eröffnungshandel leicht zu.

Der Gewinn sei auf 1,14 Milliarden Dollar oder 22 Cent je Aktie gefallen nach 83 Cent Dollar vor einem Jahr, teilte das Unternehmen am Donnerstag in New York mit. Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten wie die Pleiten der US-Konzerne Worldcom und Enron hätten das Ergebnis mit knapp 5 Milliarden Dollar belastet. Durch den Verkauf einer 20-prozentigen Beteiligung an der Samba Financial Group hatte der Konzern andererseits rund 756 Millionen Dollar nach Steuern verbucht.

Erwartungen Übertroffnen

Ohne diese Sonderposten betrug der Gewinn je Aktie den Angaben nach 1,02 Dollar. Vom Finanzdienstleister multex befragte Analysten hatten im Schnitt ein Ergebnis je Aktie von 92 Cent erwartet. Der Ertrag stieg den Angaben zufolge auf 22,3 Milliarden Dollar nach 19,4 Milliarden vor einem Jahr. Analysten hatten hier im Schnitt lediglich 21,99 Milliarden Dollar erwartet.

Die Citigroup-Aktie legte im Eröffnungshandel leicht zu. Der Kurs kletterte zuletzt um 0,10 Prozent auf 45,15 Dollar.

Gute Rahmenbedingungen

"Unsere Ergebnisse wurde im zweiten Quartal durch den Worldcom-Fall und den damit zusammenhängenden Anstieg der Rückstellungen belastet, die durch den Verkauf unserer Samba-Beteiligung teilweise ausgeglichen wurde", sagte Konzernchef Charles Prince. Das internationale Geschäft entwickle sich mit zweistelligen Wachstumsraten weiter gut. "Die Bedingungen für das Kreditgeschäft sind die besten seit Jahren", sagte Prince.



Das Citigroup-Geschäft mit den Verbrauchern lief den Angaben nach auf Hochtouren. Das galt auch für das Kreditkarten- und Privatkundengeschäft. Dagegen belasteten die schleppenden Aktien- und Rentenmärkte das Investmentbank- und Wertpapiergeschäft.

Die gewaltigen Sonderbelastungen fielen im Zusammenhang mit einem Worldcom-Sammelklagenvergleich und einer Erhöhung der Rückstellungen für andere Klagen an. Der Telekomriese Worldcom - jetzt MCI - war in den größten Bilanzskandal der US-Geschichte verwickelt und musste ein Insolvenzverfahren beantragen. Es gab zahlreiche Klagen gegen die Citigroup im Zusammenhang mit der Emission von Worldcom-Wertpapieren. Die Bank war auch im Zusammenhang mit dem Kollaps des Energiehändlers Enron sowie wegen anderer Finanzskandale verklagt worden.

Führender Anbieter

Die 1998 aus der Fusion der Citicorp und der Travelers Group entstandene Citigroup ist der weltweit führende Anbieter von Finanzdienstleistungen. Das Unternehmen ist in über hundert Ländern tätig und zählt weltweit mehr als 200 Millionen Kunden. Die Citigroup ist im Konsumenten- und Firmenkundengeschäft, im Versicherungsgeschäft, Investmentbanking und in der Vermögensverwaltung tätig. Zu den wichtigsten Tochtergesellschaften gehören die Citibank, das Brokerhaus Salomon Smith Barney, Primerica Financial Services und Travelers Life & Annuity.

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