Archiv
Roundup2: Daimlerchrysler baut Topmanagement um - Cordes neuer Mercedes-Chef

(dpa-AFX) Stuttgart - Der Autobauer Daimlerchrysler hat am Donnerstag drei Schlüsselpositionen im Topmanagement neu besetzt. Nachfolger von Jürgen Hubbert an der Spitze der wichtigsten Konzernsparte Mercedes Car Group wird der bisherige Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes. Das entschied der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung in Stuttgart. Der 53- jährige Cordes tritt seinen Job zum 1. Oktober an. Zum neuen Vorstand Nutzfahrzeuge ernannte der Aufsichtsrat den heutigen smart-Chef Andreas Renschler (46). Beim Kleinwagenhersteller smart übernimmt der frühere Mitsubishi-Manager Ulrich Walker (52) die Führung. Am Donnerstag sollte zudem die Halbjahresbilanz vorgestellt werden.

(dpa-AFX) Stuttgart - Der Autobauer Daimlerchrysler hat am Donnerstag drei Schlüsselpositionen im Topmanagement neu besetzt. Nachfolger von Jürgen Hubbert an der Spitze der wichtigsten Konzernsparte Mercedes Car Group wird der bisherige Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes. Das entschied der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung in Stuttgart. Der 53- jährige Cordes tritt seinen Job zum 1. Oktober an. Zum neuen Vorstand Nutzfahrzeuge ernannte der Aufsichtsrat den heutigen smart-Chef Andreas Renschler (46). Beim Kleinwagenhersteller smart übernimmt der frühere Mitsubishi-Manager Ulrich Walker (52) die Führung. Am Donnerstag sollte zudem die Halbjahresbilanz vorgestellt werden.

Damit hat der Daimlerchrysler-Aufsichtsrat nach der Vertragsverlängerung für Vorstandschef Jürgen Schrempp im April alle personellen Weichen bei Daimlerchrysler für die nächsten Jahre gestellt. Aus Konzernkreisen war zu hören, dass mit der Cordes-Berufung jedoch keine Vorentscheidung im internen Rennen um die Schrempp-Nachfolge gefallen sei. Neben Cordes, der in Rekordzeit die Nutzfahrzeugsparte auf Vordermann gebracht hatte, wird derzeit Chrysler-Chef Dieter Zetsche als Favorit gehandelt.

Als neuer Mercedes-Chef war ursprünglich der frühere Chrysler-Vize Wolfgang Bernhard vorgesehen gewesen. Kurz vor dem Amtsantritt am 1. Mai verweigerte ihm der Aufsichtsrat aber wegen Differenzen über seinen Führungsstil überraschend den Posten. Am Donnerstag gab der Aufsichtsrat bekannt, dass Bernhard das Unternehmen sofort verlasse. Gerüchte, er gehe zu VW, hatte der Wolfsburger Autobauer dementiert.

Der 65-jährige Hubbert, der seit 1998 als "Mister Mercedes" die Nobelmarke mit dem Stern führt und dessen Vertrag im April 2005 endet, wechselt im Oktober in das Executive Automotive Committee (EAC). Dort werden die Produkt- und Strategieentscheidungen von Daimlerchrysler beraten. Hubbert bleibt bis zu seinem endgültigen Ausscheiden Mitglied des Vorstandes.

Noch am Donnerstag wollte das Unternehmen auch die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2004 veröffentlichen. Die meisten Analysten erwarten im 2. Quartal einen deutlich höheren operativen Gewinn als im Vergleichsquartal 2003. Vor allem bei Chrysler in den USA und im Nutzfahrzeuggeschäft dürften die Gewinne massiv gestiegen sein. Schwächere Erträge werden in der Mercedes Car Group erwartet.

Am Donnerstagvormittag gewann die Daimlerchrysler-Aktie im Einklang mit einem starken DAX rund 2 Prozent auf 37,87 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%