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Roundup2: Dresdner Bank verbessert Quartalsergebnis - Neues Selbstbewusstsein

Die Dresdner Bank demonstriert nach einer erneuten Gewinnsteigerung im zweiten Quartal wieder Selbstbewusstsein. "Wir sind auf Kurs. Die Restrukturierung ist weit gediehen, die Neuausrichtung läuft", sagte Vorstandschef Herbert Walter am Dienstag in Frankfurt. Alle Geschäftsbereiche seien profitabel. Die Versicherungsvertreter des Mutterkonzerns Allianz sollen nun ab 2005 stärker in den Verkauf von Bankprodukten eingebunden werden.

dpa-afx FRANKFURT. Die Dresdner Bank demonstriert nach einer erneuten Gewinnsteigerung im zweiten Quartal wieder Selbstbewusstsein. "Wir sind auf Kurs. Die Restrukturierung ist weit gediehen, die Neuausrichtung läuft", sagte Vorstandschef Herbert Walter am Dienstag in Frankfurt. Alle Geschäftsbereiche seien profitabel. Die Versicherungsvertreter des Mutterkonzerns Allianz sollen nun ab 2005 stärker in den Verkauf von Bankprodukten eingebunden werden.

Das operative Ergebnis der Dresdner Bank verbesserte sich im zweiten Quartal sowohl gegenüber dem Vorjahreszeitraum (minus 40 Mio Euro) als auch im Vergleich zum Vorquartal (187 Mio Euro) auf 235 Mill. ?. Von Januar bis Juni wurde nach Steuern ein Gewinn von 336 (Vorjahr: 25) Mill. ? erzielt. An dem Ziel eines positiven Nettoergebnisses unter Ausklammerung von Umstrukturierungskosten für das Gesamtjahr 2004 hält die Dresdner Bank fest.

DAS Gröbste IST Überstanden

Walter hat seit seinem Amtsantritt im Frühjahr 2003 Problemkredite verkauft und Prozesse wie den Zahlungsverkehr oder die Aufbewahrung von Wertpapieren, die nicht zum Kerngeschäft gehören, an Spezialisten ausgelagert. Eine tiefe Wunde riss der massive Personalabbau in die traditionsreiche Bank. Seit 2001 wurde die Zahl der Arbeitsplätze um 15 000 verringert, aktuell liegt die Zahl der Stellen bei 32 300. Doch das Gröbste ist überstanden: Von den zusätzlichen 4700 Streichungen, die Walter vor einem Jahr ankündigte, sind bereits rund zwei Drittel ohne Kündigungen umgesetzt worden.

Von einem Verkauf der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein (Drkw) ist inzwischen keine Rede mehr, und gegenüber der Allianz, die Walter "unseren Aktionär" nennt, will sich das Geldinstitut nicht mehr nur unterordnen: Das im Vergleich zum Allianz-Schriftzug unauffällige Logo der Dresdner Bank wurde aufgepeppt, und vom nächsten Jahr an sollen die Versicherungsagenturen des Mutterkonzerns kräftig für die Produkte der Bank die Werbetrommel rühren.

Gemeinsam verfügten die beiden Finanzdienstleister über ein Potenzial von 21 Millionen Kunden, davon steuert die Dresdner Bank 5,3 Mill. bei. Über die Agenturen der Allianz sollen 2005 weitere 300 000 Bankkunden gewonnen werden, kündigte Walter an. Rund 1 000 Versicherungsvertreter arbeiten bereits in Filialen der Dresdner Bank.

Dresdner NUN Zweitgrösste Deutsche Bank

Ganz nebenbei überflügelte die Dresdner Bank gemessen an der Bilanzsumme den Konkurrenten Hypovereinsbank und eroberte sich den Platz als zweitgrößtes deutsches Kreditinstitut gleich hinter dem einstigen großen Vorbild, der Deutsche Bank AG . Für die Geschäfte spielt diese Entwicklung nach Einschätzung von Branchenkennern zwar keine Rolle, aber dem Selbstbewusstsein könnte sie einen zusätzlichen Schub verleihen.

Der Zinsüberschuss ging wegen des gezielten Abbaus von Geschäften im ersten Halbjahr um 15 % auf 1,102 Mrd. ? zurück, der Provisionsüberschuss blieb in etwa konstant bei 1,370 Mrd. ?. Das Handelsergebnis lag mit 909 Mill. ? um 16 % unter dem hohen Wert des Vorjahreszeitraums. Die Risikovorsorge für Problemkredite wurde von 699 Mill. ? zurückgefahren auf 217 Mill. ?. Das operative Ergebnis verachtfachte sich auf 422 Mill. ?.

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