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Roundup2: Fujitsu Siemens will weiter stark von Branchenerholung profitieren

Der führende europäische IT-Hersteller Fujitsu Siemens hat in den ersten sechs Monaten 2004/05 (Ende September) überdurchschnittlich von der Branchenerholung profitiert und strebt im gesamten Geschäftsjahr ein deutliches Umsatzplus an. Unternehmen sähen die Informationstechnik (IT) nun wieder als "strategische Waffe" und nicht mehr wie in den vergangenen vier Jahren lediglich als Kosten. Das sagte der Chef des Gemeinschaftsunternehmens der Siemens AG und des japanischen Computerkonzerns Fujitsu Ltd. , Bernd Bischoff, am Mittwoch in Augsburg.

dpa-afx AUGSBURG. Der führende europäische IT-Hersteller Fujitsu Siemens hat in den ersten sechs Monaten 2004/05 (Ende September) überdurchschnittlich von der Branchenerholung profitiert und strebt im gesamten Geschäftsjahr ein deutliches Umsatzplus an. Unternehmen sähen die Informationstechnik (IT) nun wieder als "strategische Waffe" und nicht mehr wie in den vergangenen vier Jahren lediglich als Kosten. Das sagte der Chef des Gemeinschaftsunternehmens der Siemens AG und des japanischen Computerkonzerns Fujitsu Ltd. , Bernd Bischoff, am Mittwoch in Augsburg.

Fujitsu Siemens Computers habe von April bis September in allen Geschäftsfeldern zugelegt. Dies sei vorher beispielsweise im Großkunden-Bereich nicht der Fall gewesen. Der Hersteller von Notebooks, Servern (Netzwerkrechner) oder Personal Computer (PC) ist in den drei Segmenten Großkunden, Privatkunden und kleine sowie mittelständische Unternehmen aktiv. Unternehmen ersetzten nun wieder verstärkt PCs, sagte Bischoff. Dies sei zuletzt im Jahr 2000 der Fall gewesen. Nach drei Jahren Der westeuropäische Markt für IT-Hardware werde nach drei rückläufigen Jahren 2004 voraussichtlich stagnieren und im nächsten Jahr dann um vier Prozent wachsen.

Wettbewerb Weiter Hart

Der Firmenchef schlug aber auch vorsichtige Töne an: "Die Margen sind immer noch deutlich unter Druck. Wir haben immer noch einen sehr sehr harten Wettbewerb." Die durchschnittlichen Verkaufspreise sänken weiter. Fujitsu Siemens konkurriert unter anderem mit der US-amerikanischen Dell < > , dem IT-Konzern IBM < > oder HP < > .

Bischoff führte das Umsatzplus seiner Gesellschaft von 15 Prozent auf 2,56 Mrd. Euro im ersten Geschäftshalbjahr auf die Zuwächse im Bereich Mobile Lösungen und Produkte zurück. Hier betrug das Plus im Geschäftskunden-Segment 55 Prozent und im Verbraucherbereich 29 Prozent. Wachstumsregionen seien vor allem Osteuropa inklusive dem großen russischen Markt (+69%) und Großbritannien/Irland (+61%). In Deutschland, wo Fujitsu Siemens Marktführer ist, wuchs dagegen lediglich um zehn Prozent. "Deutschland schrumpft weiterhin", sagte Bischoff.

Kooperation MIT SAP Trägt Früchte

Der Fujitsu-Siemens-Chef lobte zudem die Zusammenarbeit mit dem weltgrößten Hersteller von Unternehmenssoftware, SAP . Für die IT-Infrastruktur-Lösung Flexframe habe Fujitsu Siemens bisher über 150 Aufträge. Zusammen mit Orders in der Pipeline belief sich die Zahl auf etwa 200. Zudem sei Flexframe bisher 55 mal installiert worden. "Das sind fast alles Neukunden." Mit Flexframe können Kunden nach Unternehmensangaben die Zahl ihrer Server senken.

Auf die Frage, ob Fujitsu Siemens weitere Kooperationspartner suche, sagte Bischoff: "Meine Philosophie ist eher: 'Do few things well'." Mittelfristig werde die Gesellschaft aber weitere Partner suchen.

Halbjahres-Ergebnisse

Im ersten Geschäftshalbjahr steigerte Fujitsu Siemens nach vorläufigen Zahlen den Vorsteuergewinn um 60 Prozent auf 18 Mill. Euro. Der Überschuss liege bei zehn bis elf Mill. Euro, sagte Bischoff auf Nachfrage. Die Prognose seines Vorgängers Adrian von Hammerstein, vor Steuern im gesamten Geschäftsjahr prozentual zweistellig zu wachsen, wollte der seit Juli amtierende Unternehmenschef auf Nachfrage nicht bekräftigen. Binnen zwei Jahren strebt der IT-Hersteller laut Bischoff an, seine Marge vor Steuern auf zwei bis drei Prozent (derzeit: unter 1%) zu verbessern.

Im ersten Geschäftsjahr verzeichnete Fujitsu Siemens bei den Stückzahlen ein Plus von 32 Prozent. Genaue Zahlen nannte die Gesellschaft nicht. Der Umsatz sei mit 15 Prozent stärker als erwartet gewachsen. Fujitsu Siemens steigerte erstmals in der fünfjährigen Firmengeschichte in ersten Hälfte eines Geschäftsjahres die Erlöse. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte peilt die Gesellschaft einen Umsatzzuwachs von fünf Prozent sowie ein fünf Prozent höheres Wachstum als der Markt an. Im gesamten Geschäftsjahr 2004/05 (Ende März) soll der Umsatz um mindestens zehn Prozent zulegen, wie Bischoff bekräftigte. "Die Projektlage schaut gut aus."

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