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Roundup2: Linde verfehlt im Quartal Erwartungen - Prognose bestätigt

Der Anlagenbauer und Gasspezialist Linde hat im zweiten Quartal mit einem operativen Gewinn (Ebita) von 161 Mill. € die Erwartungen der Analysten verfehlt. Die elf von dpa-AFX befragten Experten hatten im Schnitt mit einem Ebita von 169 Mill. € (Vj. 149 Mio Euro) gerechnet. Beim Jahresüberschuss verbuchte das DAX-Unternehmen, das seine Jahresprognose bestätigte, 52 (41) Mill. €. Die Händler hatten mit durchschnittlich 59 Mill. € gerechnet. Beim Umsatz konnte Linde mit 2,327 (2,22) Mrd. € die von den Analysten prognostizierten 2,316 Mrd. € leicht übertreffen.

dpa-afx WIESBADEN. Der Anlagenbauer und Gasspezialist Linde hat im zweiten Quartal mit einem operativen Gewinn (Ebita) von 161 Mill. ? die Erwartungen der Analysten verfehlt. Die elf von dpa-AFX befragten Experten hatten im Schnitt mit einem Ebita von 169 Mill. ? (Vj. 149 Mio Euro) gerechnet. Beim Jahresüberschuss verbuchte das DAX-Unternehmen, das seine Jahresprognose bestätigte, 52 (41) Mill. ?. Die Händler hatten mit durchschnittlich 59 Mill. ? gerechnet. Beim Umsatz konnte Linde mit 2,327 (2,22) Mrd. ? die von den Analysten prognostizierten 2,316 Mrd. ? leicht übertreffen.

Linde-Vorstandschef Wolfgang Reitzle bestätigte am Donnerstag in Wiesbaden die Prognose, im Gesamtjahr Umsatz und Ebita vor Sondereinflüssen und ohne die Kältetechnik leicht zu erhöhen. "Angetrieben von der dynamisch wachsenden US-Konjunktur gewinnt der weltweite Aufschwung an Stärke und Breite", hieß es. Die Binnennachfrage bleibe jedoch schwach. Besonders gut entwickelten sich die Flüssig- und Medizingase, sagte Reitzle.

Linde Engineering habe im zweiten Quartal wichtige Bestellungen für Ethylen- und Luftzerlegungsanlagen erhalten. Der Gabelstaplermarkt in den USA und China glänze mit hohen Wachstumsraten. Probleme räumte der Vorstandschef in Asien ein: "Historisch bedingt ist Linde bisher in wesentlichen Märkten Asiens unterrepräsentiert und konnte daher an dem dynamischen Wachstum des Gesamtmarktes nur bedingt partizipieren."

Die Kältetechnik hat der Konzern zuletzt an den US Carrier Corporation-Konzern verkauft, der genaue Preis steht noch nicht fest. Linde erwartet einen Erlös von etwa 325 Mill. ?. "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich das signifikant ändert", sagte ein Konzernsprecher. Bei schwacher Marktentwicklung könnte Carrier aber einen Abschlag von bis zu 25 Mill. ? durchsetzen. Dies ist vertraglich fixiert. Das Closing Verfahren für den Verkauf werde voraussichtlich nicht mehr im September abgeschlossen werden, war zu erfahren.

Zahlen Unter Händler-Erwartungen

Ein Händler sagte am Donnerstagmorgen, außer beim Umsatz lägen die Zahlen durch die Bank etwas unter den Erwartungen. Auf der anderen Seite habe das Unternehmen die Prognose für die Sparte Engineering angehoben und die Prognose für die Gas-Sparte bestätigt. Dies könne das Ergebnis vielleicht aufwiegen, sagte der Börsianer.

Analyst Eggert Kuls von M.M.Warburg beurteilte das Ergebnis etwas positiver. "Die operativen Zahlen sind wie erwartet ausgefallen", sagte er. Das Finanzergebnis (minus 26 Mio Euro im Quartal) läge über seinen Schätzungen. Er bewertete den Ausblick als "moderat und vorsichtig" und wies darauf hin, dass es in diesem Jahr nicht mehr zu Sondereinflüssen wie im Vorjahr kommen werde.

Die Aktie von Linde verzeichnete am Donnerstag vorbörslich leichte Verluste. Das Papier bewegte sich bei Lang & Schwarz in einer Spanne zwischen 43,27 und 43,57 ?. Am Vorabend hatte der Kurs mit einem Minus von 1,60 % auf 43,58 ? geschlossen.

Der Geschäftsbereich Gas verbesserte das Ebita im Quartal von 139 auf 150 Mill. ?, der Umsatz erreichte 981 nach 959 Mill. ? im Vorjahr. Bei Linde Engineering stieg das Ebita um 30,8 % auf 17 Mill. ?. Die Erlöse legten um 3,4 % auf 337 Mill. ? zu. Der Auftragseingang wurde um 31,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestärkt.

Kältetechnik IM Quartal IN Schwarzen Zahlen

Bei Material Handling wurde ein Ebita von 43 (34) Mill. ? und ein Umsatz von 847 (742) Mill. ? erreicht. Die Kältetechnik, die im ersten Halbjahr den operativen Verlust auf 28 Mill. ? ausweitete, schrieb im zweiten Quartal mit einem Ebita von 1,0 Mill. ? leicht schwarze Zahlen. Der Spartenumsatz schrumpfte jedoch um 2,4 % auf 200 Mill. ?.

Das Ergebnis je Aktie betrug im zweiten Quartal 0,44 (0,35) Euro, im ersten Halbjahr 0,62 (0,44) Euro. Ohne Berücksichtigung von Abschreibungen auf den Geschäftswert (Goodwill) lag der Halbjahresgewinn je Aktie bei 1,16 (0,97) Euro. Der Jahresüberschuss kletterte in den ersten sechs Monaten um 42,3 % auf 74 Mill. ?. Der Umsatz legte auf 4,438 (4,167) Mrd. ? zu, der Auftragseingang erreichte 4,996 (4,44) Mrd. ?. Die Netto-Verschuldung der Linde AG lag Ende Juni nahezu unverändert bei rund 2,9 Mrd. ?.

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