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Roundup2: Metro im 2. Quartal hinter Erwartungen - Schwache Warenhäuser

(dpa-AFX) Düsseldorf - Der Einzelhandelskonzern Metro < MEO.ETR > hat im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis etwas schwächer gesteigert als erwartet und hofft nun auf das zweite Halbjahr. "Wir werden mit Schwung in das zweite Halbjahr gehen", kündigte Konzernchef Hans-Joachim Körber am Freitag in Düsseldorf an. Gebremst wurde die Entwicklung in der ersten Jahreshälfte allerdings durch das schwache Abschneiden der Warenhäuser und des Lebensmitteleinzelhandels. Für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern seine Prognose und erwartet weiterhin einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von mindestens 6 Prozent. Das Ergebnis je Aktie soll ohne planmäßige Firmenwertabschreibungen um 6 bis 10 Prozent wachsen.

(dpa-AFX) Düsseldorf - Der Einzelhandelskonzern Metro < MEO.ETR > hat im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis etwas schwächer gesteigert als erwartet und hofft nun auf das zweite Halbjahr. "Wir werden mit Schwung in das zweite Halbjahr gehen", kündigte Konzernchef Hans-Joachim Körber am Freitag in Düsseldorf an. Gebremst wurde die Entwicklung in der ersten Jahreshälfte allerdings durch das schwache Abschneiden der Warenhäuser und des Lebensmitteleinzelhandels. Für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern seine Prognose und erwartet weiterhin einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von mindestens 6 Prozent. Das Ergebnis je Aktie soll ohne planmäßige Firmenwertabschreibungen um 6 bis 10 Prozent wachsen.

"Das zweite Quartal war etwas schwächer", sagte Körber. Dies habe aber auch mit der hohen Vergleichbasis des Vorjahres zu tun. Umsatz und Ergebnis konnte der Konzern war im Berichtzeitraum wieder steigern und sich damit vom negativen Branchentrend abkoppeln, allerdings blieb er etwas hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Aktie verbuchte nach anfänglichen Verlusten zuletzt ein Plus von 0,95 Prozent auf 37,26 Euro.

Leicht Unter DEN Erwartungen

Im zweiten Quartal legte der Umsatz von 12,81 auf 13,35 Milliarden Euro zu. Das betriebliche Ergebnis vor Firmenwertabschreibungen (Ebita) stieg von 279,5 auf 318,8 Millionen Euro. Beim Konzernergebnis verbuchte Metro einen Anstieg von 121,1 Millionen Euro auf 131,6 Millionen Euro. Das EPS verbesserte sich von 0,37 auf 0,40 Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 13,43 Milliarden Euro, einem Ebita von 328 Millionen Euro und einem Konzernergebnis von 133 Millionen Euro gerechnet.

Die größten Zuwächse verbuchten die Elektronikfachmärkte Media Markt und Saturn, die von den Aktionen zum 25. Jubiläum und der Fußball-Europameisterschaft profitieren konnten. Die wichtigste Sparte, das Cash & Carry-Geschäft, machte vor allem im Ausland Punkte. Das frühere Sorgenkind, die Praktiker-Baumarktkette, entwickelte sich besser als im Vorjahr. Körber schloss auch einen Verkauf der Sparte nicht aus: "Alles ist möglich".

Minus BEI Warenhäusern

Einbußen musste der Konzern insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel und im Warenhausgeschäft hinnehmen. Als Gründe nannte Körber den aggressiven Preiswettbewerb, die anhaltende Konsumzurückhaltung und das kühle Sommerwetter. "Bei diesem Wetter wird beispielsweise nicht gegrillt", sagte Körber. Der Verkauf von Sommer-Textilien sei ebenfalls schleppend verlaufen. Die Sparte verringerte ihren Umsatz um 3,6 Prozent, der Ebita-Verlust weitete sich von 31,9 auf 53,6 Millionen Euro aus. Analysten von Merck Finck & Co sowie von Lehman Brothers bezeichneten das Minus als höher als erwartet.

Körber kündigte an, Anfang 2005 die drei Warenhäuser der Textilkette "Emotions" in Köln, Nürnberg und Karlsruhe zu schließen. Gespräche mit den Betriebsräten liefen bereits. "Kaufhof ist für uns aber kein Sanierungsfall", betonte er. "Ein gut gemachtes Warenhaus hat immer Zukunft." Der Konzern setze auf eine Konzentration und stärkere Profilierung der Segmente. Die Arbeitszeiten sollen eher flexibilisiert denn verlängert werden. Das Warenhausgeschäft macht aber anders als beim Konkurrenten Karstadtquelle < KAR.ETR > nur rund 7 Prozent des Konzernumsatzes aus. Im Gesamtjahr soll die Sparte laut Körber "dicht an das Ergebnis des Vorjahres" heranrücken. In 2003 hatte die Kaufhof Warenhaus AG einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 94,1 Millionen Euro ausgewiesen.

"Wir sind mit der Entwicklung nicht unzufrieden, wünschten uns aber natürlich auch ein besseres Konsumklima", kommentierte der Unternehmenschef die Ergebnisse. "Wenn es eine konjunkturelle Erholung gibt, werden wir die ersten sein, die davon profitieren. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht". Den Trend der Discounter sieht der Konzernchef unterdessen abflauen. "Es gibt erste Tendenzen einer Gegenbewegung". Die jetzt eingeleiteten Preissenkungen würden nur noch zu Verschiebungen von Marktanteilen führen, aber nicht mehr zu deren Ausbau. "Mit Verschenken lässt sich auf Dauer kein Geld verdienen."

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