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Roundup2: Stada mit Umsatz- und Gewinnanstieg im 3. Quartal - Prognose bleibt

Der Arzneimittelhersteller Stada hat im dritten Quartal von einer günstigeren Steuerquote und Kostensenkungen profitiert und seinen Gewinn zweistellig gesteigert.

dpa-afx BAD VILBEL. Der Arzneimittelhersteller Stada hat im dritten Quartal von einer günstigeren Steuerquote und Kostensenkungen profitiert und seinen Gewinn zweistellig gesteigert. Gleichzeitig stieg der Umsatz wegen der Belastungen durch die Gesundheitsreform und Rabatte nur um fünf Prozent auf 195,7 Mill. Euro und lag damit unter den Schätzungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Die im MDax gelistete Stada AG bestätigte den im Sommer reduzierten Ausblick für 2004 und rechnet im kommenden Jahr mit zweistelligen Zuwächsen bei Umsatz und Ertrag.

Analysten zeigten sich mit den Zahlen zufrieden: "Die soliden Zahlen untermauern, dass Stada auf dem Weg zur alten Stärke ist", sagte Martin Possienke von equinet. Wie erwartet habe sich das Umsatzwachstum wegen der hohen Kundenrabatte und der umfangreichen Bevorratung im dritten Quartal verlangsamt. Gleichzeitig hätten sich die Steuerquote von 29,6 Prozent und die Kosteneinsparungen positiv auf die Bilanz ausgewirkt, urteilte der Experte. An der Börse stieg das Stada-Papier bis gegen 10.55 Uhr um 3,09 Prozent auf 18,67 Euro und verzeichnete damit den größten prozentualen Anstieg im MDax. Der Index notierte gleichzeitig nahezu unverändert 0,04 Prozent schwächer bei 5 199,21 Punkten.

Überschuss Über Erwartungen - Umsatzplus Schwächt Sich AB

Wie Stada am Donnerstag vorbörslich mitteilte, stieg der Überschuss um zehn Prozent auf 12,8 Mill. Euro. Damit übertraf Deutschlands drittgrößter Hersteller von Generika (Nachahmermedikamente) die Durchschnittsschätzungen der Branchenbeobachter von 11,6 Mill. Euro. Beim Umsatz hatten die Analysten im Schnitt 200 Mill. Euro erwartet. Das operative Ergebnis sank von 23,75 auf 20,71 Mill. Euro (Prognose: 21 Mill. Euro).

Gesenkte Prognose Unverändert Erreichbar

Die im Sommer gesenkte Prognose für das Geschäftsjahr 2004 ist laut Stada weiterhin erreichbar: Nach einem Umsatzanstieg bis Oktober um plus acht Prozent sei ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum noch möglich. Der Vorstand erwartet unverändert einen Konzerngewinn auf Vorjahreshöhe (43,9 Mill. Euro). Der Ausblick für 2005 sei optimistisch. Die gesundheitspolitischen Entscheidungen im deutschen Markt ließen aus heutiger Sicht für 2005 eine signifikante Entlastung im Bereich der durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) bedingten Zwangsrabatte erwarten. Stada rechnet deshalb für 2005 mit einem prozentual zweistelligen Plus bei Umsatz und Ertrag. Durch die Einführung der so genannten Jumbo-Gruppen für die umsatzstärksten Medikamente Omeprazol und Simvastatin rechnet Stada für 2005 mit einer Entlastung beim Vorsteuergewinn von acht bis zehn Mill. Euro, sagte ein Sprecher.

Generika-Umsatz Steigt

Der in Deutschland von zuvor sechs auf 16 Prozent erhöhte von Stada zu tragende Zwangsrabatt zu Gunsten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) habe sich nach den ersten drei Quartalen auf 15,7 Mill. Euro nach 5,0 Mill. Euro im gleichen Zeitraum 2003 belaufen. Stada ist in den Kerngeschäften Generika, (Nachahmermedikamente), Marken und Spezialpharmazeutika aufgestellt.

Der Generika-Umsatz sei in den ersten neun Monaten um zehn Prozent auf 442,6 Mill. Euro (VJ: 401,0) gestiegen. Der Umsatz des Markengeschäfts habe zwischen Januar und September mit 99,8 Mill. Euro nur knapp über dem Umsatz des Vorjahreszeitraums (99,4) gelegen. Im Geschäftssektor Spezialpharmazeutika konnte der Konzern den Umsatz um 15 Prozent auf 18,9 Mill. Euro (16,4) steigern.

Neue Festbeträge Erwartet

Stada erwartet in Deutschland 2005 weitere neue Festbeträge. Bei Produkten mit Wirkstoffen, die jedoch - vorübergehend oder dauerhaft - weiterhin keinem Festbetrag unterliegen, wird nach GMG die Berechnungshöhe des Zwangsrabattes von jetzt 16 Prozent ab 01.01.2005 wieder auf die ursprünglichen sechs Prozent des Herstellerabgabepreises zurückfallen, was ebenfalls für Stada zu einer Entlastung führen wird.

Im internationalen Geschäft musste Stada 2004 in einigen Märkten zum Teil überraschenden Herausforderungen begegnen. In Italien habe sich das Wachstum des Generikamarktes verlangsamt. Gleichzeitig habe die Wettbewerbsintensität zugenommen. In Spanien hätten zu Jahresbeginn 2004 eingeführte Festbeträge das Generika-Geschäft belastet. In beiden Ländern ist zudem eine Nachfrageschwäche nach den Markenprodukten des Konzerns zu beobachten.

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