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Roundup2: Stahlriese Arcelor verdoppelt Gewinn und erwartet Spitzenjahr 2004

(dpa-AFX) Luxemburg - Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor < Plor.PSE > < ARR.FSE > erwartet nach einer Gewinnverdopplung auf 865 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2004 das beste Stahljahr seit zehn Jahren. Im zweiten Quartal hatte der Branchenprimus unter dem Strich deutlich mehr verdient als noch im Vorjahr und damit die Erwartungen der Analysten weit hinter sich gelassen. Die Aktie siteg bis zum späten Freitagmittag um 1,54 Prozent auf 13,83 Euro.

(dpa-AFX) Luxemburg - Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor < Plor.PSE > < ARR.FSE > erwartet nach einer Gewinnverdopplung auf 865 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2004 das beste Stahljahr seit zehn Jahren. Im zweiten Quartal hatte der Branchenprimus unter dem Strich deutlich mehr verdient als noch im Vorjahr und damit die Erwartungen der Analysten weit hinter sich gelassen. Die Aktie siteg bis zum späten Freitagmittag um 1,54 Prozent auf 13,83 Euro.

"Der Stahlplanet ist in einem sehr guten Zustand", sagte Finanzchef Michel Wurth mit Blick auf ein globales Wachstum von 8 Prozent in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Der Umsatz von Arcelor stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wegen der stark angehobener Verkaufspreise um rund eine Milliarde Euro auf 14,6 Milliarden Euro.

Gleichzeitig sei die Verschuldung erneut deutlich um knapp um 937 Millionen Euro auf 3,5 Milliarden Euro gesenkt worden, sagte Wurth in Luxemburg. Bei der Fusion der Stahlkonzerne Usinor (Frankreich), Arbed (Luxemburg) und Aceralia (Spanien) vor zweieinhalb Jahren lag die Verschuldung noch bei 6,5 Milliarden Euro.

Stahlpreise Werden Steigen

Wurth kündigte weiter deutlich steigende Stahlpreise im zweiten Halbjahr an. Hintergrund seien anhaltend hohe Preise für Transport und Rohstoffe wie Koks, Schrott und Nickel, die die Produktion zunehmend teurer machten. Besonders hoch sei die Stahl-Nachfrage in Nordamerika und Asien, was eine gute Voraussetzung für erhöhte Verkaufspreise sei. Unternehmenschef Guy Dollé sagte, die Preise dürften voraussichtlich um 5 bis 7 Prozent steigen.

Insgesamt seien die Ergebnisse für das laufende Jahr außergewöhnlich gut, sagte Dollé. Allein bei den Langstahlprodukten stieg der Umsatz um rund 37 Prozent im Vergleich zum ersten Jahreshalbjahr 2004. Dollé führte die Entwicklung weniger auf die gesamtwirtschaftlichen Umstände als auf die strategische Ausrichtung von Arcelor zurück. Besonders gute Entwicklungschancen sieht der Konzern mit 98.000 Mitarbeitern in 60 Ländern außerhalb von Westeuropa.

Der Markt in China gebe der Stahlindustrie weiter Rückenwind, obwohl die chinesische Regierung die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts inzwischen dämpfe. In Europa liege das Wachstum noch immer hinter den Erwartungen, sagte Dollé. Arcelor müsse bei der rostfreien Stahlproduktion mit besseren Preisen leistungsfähiger werden, um gegen die Konkurrenz in Europa zu bestehen. Dafür werde im belgischen Charleroi ein neues Werk gebaut.

Quartalszahlen

Im zweiten Geschäftsquartal schoss der Nettogewinn von 166 Millionen auf 631 Millionen Euro hoch. Analysten hatten lediglich mit 353 bis 389 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich von 6,73 auf 7,69 Milliarden Euro.

Das Wachstum im zweiten Jahresviertel war laut Arcelor vor allem in Nordamerika und Asien angeschoben worden. Das Geschäft in Westeuropa läge hingegen unter Vorjahresniveau. Unterdessen seien die Auftragsbücher gut gefüllt. "Wir haben Aufträge bis Ende September, und die Basispreise werden bis Ende des Jahres stabil bleiben", hieß es.

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