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Roundup2: Vivendi mit operativem Zuwachs - Fehlbetrag gestiegen

Der französische Mischkonzern Vivendi Universal hat seine Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsjahr nach guten Quartalszahlen angehoben. Der Überschuss werde voraussichtlich über der Marke von einer Milliarde Euro liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Paris mit. Nach der schweren Krise des Konzerns vor rund zwei Jahren sei die Umstrukturierung nun aber beinahe komplett, sagte Vorstandschef Jean-Rene Fourtou am Dienstag bei der Vorstellung der Zahlen fürs zweite Quartal.

dpa-afx PARIS. Der französische Mischkonzern Vivendi Universal hat seine Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsjahr nach guten Quartalszahlen angehoben. Der Überschuss werde voraussichtlich über der Marke von einer Milliarde Euro liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Paris mit. Nach der schweren Krise des Konzerns vor rund zwei Jahren sei die Umstrukturierung nun aber beinahe komplett, sagte Vorstandschef Jean-Rene Fourtou am Dienstag bei der Vorstellung der Zahlen fürs zweite Quartal.

Im vergangenen Jahr war ein Fehlbetrag von 1,143 Mrd. ? angefallen. 2005 werde der bereinigte Überschuss voraussichtlich "substantiell" steigen, sagte Fourtou. Im zweiten Quartal dieses Jahres hingegen war der Gewinn wegen einmaliger Belastungen eingebrochen. Der Fehlbetrag weitete sich von 313 Mill. ? im Vorjahr auf 1,852 Mrd. ? aus.

Der Verlust lag damit aber im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Die Experten hatten im Vorfeld mit einem Nettoverlust zwischen 1,75 und 2,018 Mrd. ? gerechnet. Hintergrund sind einmalige Belastungen durch die Fusion der Entertainment-Sparte VUE mit dem zu General Electric (GE) gehörenden US-Fernsehsender NBC.

Operativer Gewinn Trotz VUE-Dekonsolidierung AUF Vorjahresniveau

Operativ konnte Vivendi sich wie erwartet steigern. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) kletterte im zweiten Quartal von 833 auf 888 Mill. ?. Dies lag im oberen Bereich der Analysten-Schätzungen, die von einem operativen Gewinn zwischen 855 und 895 Mill. ? ausgegangen waren.

Den Aufschwung hat Vivendi nach Einschätzung von Analysten vor allem der guten Entwicklung seiner Telekommunikationssparte zu verdanken. Der operative Gewinn soll sich trotz der Entkonsolidierung von VUE auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 3,309 Mrd. ? bewegen. Überdies bestätigte Vivendi, im nächsten Jahr angesichts der besseren Ertragslage eine Dividende zahlen zu wollen. Der Schuldenstand lag Ende Juni bei 6,4 Mrd. ? nach 13,7 Mrd. ? im Vorjahr.

Fourtou schloss kleinere und mittlere Akquisitionen für die Zukunft nicht aus, erteilte größeren Übernahmen und Fusionen aber eine Absage. Interessant sei hier möglicherweise der Bereich Fernsehen.

Einzelne Sparten Erholen Sich - Universal Games MIT Höheren Verlusten

Die Canal Plus-Gruppe und Universal Music seien auf einem guten Weg, sagte Fourtou. Canal Plus hatte seinen operativen Gewinn im zweiten Quartal auf Pro-Forma-Basis von 87 Mill. ? im Vorjahr auf 133 Mill. ? gesteigert. Der Umsatz sank von 974 auf 916 Mill. ?. Einen Einstieg des französischen Mischkonzern Lagardere bei Canal Plus schloss Fourtou zumindest nicht aus. "Alles ist möglich."

Universal Music verbuchte einen operativen Gewinn von 31 Mill. ? nach einem Verlust 14 Mill. ? im vergangenen Jahr. Auch das operative Ergebnis von SFR Cegetel und Maroc Telecom habe sich verbessert, sagte Fourtou weiter. Die Zusammenarbeit mit NBC laufe sehr zufriedenstellend. Lediglich Vivendi Universal Games habe seine Verluste von 28 auf 111 Mill. ? ausgebaut.

Aktie Schwächer ALS DER Markt

Die Aktie von Vivendi Universal gab bis gegen 13.15 Uhr 0,74 % auf 21,54 ? nach und schnitt damit schwächer ab als der Markt. Der CAC-40-Index verlor gleichzeitig 0,34 % auf 3 712,73 Punkte. Händler sagten, möglicherweise leide die Aktie unter Gewinnmitnahmen. An sich würden aber sowohl die Zahlen als auch die Fortschritte beim Schuldenabbau positiv aufgenommen.

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