Rover-Engagement kostete 4,1 Mrd. Euro
Hamburgische LB sieht BMW im Vorteil

Die Hamburgische Landesbank sieht den bayerischen Autobauer BMW im Vergleich zu den Mitbewerbern derzeit am besten aufgestellt, was die Marktpositionierung und das künftige Gewinnwachstum angeht

dpa/afx HAMBURG. Dennoch rechnete Analystin Claudia Erdmann nicht damit, dass die Aktien von BMW in den kommenden Monaten kräftig zulegen werden.

Die positive Entwicklung des Unternehmens spiegele sich schon im Kurs wider. "Und das Potenzial nach oben ist leider nur begrenzt," sagte die Expertin und stufte die Papiere weiterhin mit "Market-Performer" ein.

Nach der Trennung von der Verlust bringenden britischen Tochter Rover habe BMW für das abgelaufene Jahr Rekordzahlen veröffentlicht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg nach Angaben der Expertin um 50 % auf 1,7 Mrd. Euro, obwohl 762 Mill. Euro Verlust von Rover und 112 Mill. Euro Rückstellungen für die Altautorichtlinie zu verkraften waren.

Der Jahresüberschuss 2000 vor außerordentlichem Ergebnis sei um 55 % auf über eine Milliarde Euro gesprungen. Der Anstieg resultiert nach Angaben der Expertin unter anderem aus der niedrigen Belastung durch die Steuerreform.

BMW

habe sich nach dem missglückten Rover-Engagement komplett aus dem Massengeschäft zurückgezogen und verfolge jetzt eine Premiumstrategie. "Alles in allem hat die Münchener der Ausflug auf die Insel 4,1 Mrd. Euro gekostet," sagte die Analystin.

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