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Royal Dutch Shell will Teil-Konzerne in eine rechtliche Einheit zusammenlegen

Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell will in Zukunft die beiden Teil-Konzerne in eine rechtliche Einheit zusammenlegen. Darüber hinaus seien "aufrichtige Reformen" bei der Management- und Governance-Struktur geplant, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit.

dpa-afx LONDON. Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell will in Zukunft die beiden Teil-Konzerne in eine rechtliche Einheit zusammenlegen. Darüber hinaus seien "aufrichtige Reformen" bei der Management- und Governance-Struktur geplant, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit. Royal Dutch Shell erwartet sich durch die Zusammenlegung eine Stärkung der Gruppe und zahlreiche Vorteile.

So solle es künftig nur noch ein an der Börse gelistetes Unternehmen mit einem Vorstand, einem Chairman und einem CEO geben. Dadurch seien mehr Transparenz und Übersichtlichkeit in Struktur, Verantwortlichkeit und bei der Bilanzierung gewährleistet. Der neu gebildete Mutterkonzern solle unter dem Namen "Royal Dutch Shell" geführt werden.

Besitzverhältnisse

Unter Berücksichtigung der aktuellen Besitzverhältnisse, wonach Royal Dutch 60 Prozent und Shell 40 Prozent an der Gruppe hält, werden den Aktionären von Royal Dutch 60 Prozent der ausgegebenen Aktien angeboten. Den Shell-Aktionären werden entsprechend 40 Prozent angeboten. Das Unternehmen werde in Großbritannien eingetragen, der Haupt- und Steuersitz werde in den Niederlanden sein.

Der bisherige CEO von Royal Dutch Shell, Jeroen van der Veer, werde mit sofortiger Wirkung zum CEO (chief executive officer - Vorstandschef) der neuen Gruppe ernannt. Der bisherige Chairman (Verwaltungsratschef) von Royal Dutch, Aad Jacobs, werde bis zu seiner zuvor geplanten Pensionierung in 2006 zum non-executive Chairman der neuen Gruppe ernannt. Shell-Chairman Lord Kerr wird Deputy Chairman.

Börsenplätze

Die Aktien von Royal Dutch Shell sollen an der Londoner Börse, in Amsterdam und in Form von Hinterlegungsscheinen (American Depository Receipt/ADR) in New York gelistet werden. Nach entsprechenden Absprachen sei man optimistisch, dass der neue Konzern im Ftse All-Share und im Ftse-100-Index notiert würde, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung.

Dividenden sollen künftig quartalsweise gezahlt werden. Bislang wurde die Ausschüttung halbjährlich an die Aktionäre ausgegeben. Die erste Dividende werde für das erste Quartal 2005 gezahlt.

Royal Dutch-Chairman Aad Jacobs sagte laut Mitteilung, die Zusammenlegung sei ein historischer Schritt für die Royal Dutch Shell-Gruppe und habe die uneingeschränkte Unterstützung der Vorstände. Er verspreche sich "bedeutende Vorteile für das weltweite Geschäft".

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