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RP Darmstadt bereitet Anhörung zum Flughafenausbau Frankfurt vor

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt bereitet die öffentliche Anhörung zum geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens vor.

dpa-afx DARMSTADT. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt bereitet die öffentliche Anhörung zum geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens vor. Wie RP-Sprecher Gerhard Müller am Montag mitteilte, werden Mitte Dezember rund 250 Behörden und Umweltverbände die aus etwa 60 Aktenordnern bestehenden Planungsunterlagen zur Stellungnahme erhalten. Vom 17. Januar bis 16. Februar 2005 sollen die Akten in 57 hessischen und rheinland-pfälzischen Städten und Gemeinden ausliegen. Danach können bis zum 2. März Einwendungen vorgebracht werden. Die Anhörung soll dann nach den Sommerferien über die Bühne gehen.

Das RP organisiert die Anhörung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, das bereits am 9. September 2003 eröffnet wurde. Verantwortlich dafür ist das hessische Wirtschaftsministerium. Das RP rechnet mit mehr als 100 000 Einwendungen. Als möglicher Ort für die Anhörung mit Einwendern, Behörden, Verbänden und dem Flughafenbetreiber Fraport wird die Stadthalle Offenbach genannt.

Bei großem Andrang plant das RP, die Diskussionspunkte an mehreren Tagen hintereinander vor unterschiedlichem Publikum zu wiederholen. Diese Praxis war bereits bei der Anhörung über den Bau der A380-Werft im Frühjahr dieses Jahres erfolgreich getestet worden. Dort hatten sich am ersten Tag rund 1 000 der insgesamt über 40 000 Einwender vor der Halle in Mörfelden-Walldorf eingefunden, in der nur 800 Besucher Platz fanden. Deshalb wurde die Verhandlung am nächsten Tag nochmals eröffnet. Als der Andrang im Laufe des sieben Wochen dauernden Verfahrens nachließ, waren solche Wiederholungen nicht mehr nötig.

Fraport bezeichnete die geplante Offenlegung der Unterlagen als "wichtige Etappe" auf dem Weg zum Ausbau. Der Flughafen stoße bereits an seine Kapazitätsgrenzen, sagte Vorstandsvorsitzender Wilhelm Bender. In diesem Jahr werde der Airport voraussichtlich erstmals die Marke von 50 Mill. Passagieren im Jahr knacken. Mit der neuen Landebahn im Nordwesten solle die Kapazität bis 2015 auf 82 Mill. Passagiere erhöht werden. Mit einem Volumen von 3,4 Mrd. Euro sei das Projekt das größte privat finanzierte Investitionsvorhaben in Deutschland. Bender rechnet bis Mitte 2007 mit einem Planfeststellungsbeschluss.

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