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RTL-Chef Zeiler kritisiert "aggressive Strategie" von Liberty

RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler hat die Pläne des US-Unternehmens Liberty Media für das deutsche Kabelfernsehen scharf kritisiert. "Liberty Media fährt eine aggressive Strategie bei den Inhalten und plant, weitere Anteile an Programmanbietern zu erwerben", schrieb der Geschäftsführer des Kölner Privatsenders in einem Beitrag für die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe).

dpa HAMBURG. Die von Liberty beim Kartellamt angemeldete Beteiligung an Kirchs Pay-TV-Sender Premiere World sei nur ein kleiner Vorgeschmack.

Die Programmanbieter, befürchtet Zeiler, sollen nach den Plänen von Liberty künftig nur noch als Großhändler fungieren. Einfluss, zu welchen Bedingungen ihre Programme den Kunden erreichen, sollten die Sender nicht mehr haben. "Um dieses Geschäftsmodell durchzusetzen, will Liberty einen eigenen, proprietären technischen Standard im Netz durchsetzen", erklärte Zeiler weiter.

Liberty Media hat rund 60 % des Kabelnetzes der Deutschen Telekom für 5,5 Mrd. ? (10,7 Mrd. DM) gekauft. Das Kartellamt muss dieses Geschäft noch genehmigen. Die Behörde hat bereits Vorbehalte bei einem gleichzeitigen Einstieg von Liberty bei Premiere World geltend gemacht. Liberty möchte die 22&nsbp;%-Beteiligung des Medienzaren Rupert Murdoch bei Premiere übernehmen.

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