RTL Group
Zwischenruf: Daumen gesenkt

Bislang hat die in Luxemburg ansässige RTL Group an den Plänen festgehalten, ihren Free float - den Anteil an frei handelbaren Aktien - von derzeit rund 10 Prozent bis zum Herbst dieses Jahres auf 15 Prozent zu erhöhen. Doch nach der gestrigen Gewinnwarnung dürfte ein Nachdenken in der Führungsspitze des größten europäischen Fernseh- und Radio-Konzerns einsetzen. Fraglich ist, ob sich die dominierende Bertelsmann AG und der britische Medienkonzern Pearson, der 22 Prozent an RTL hält, angesichts der schlechten Marktlage überhaupt von Anteilen trennen wollen.

Auf Grund der miserablen Verfassung des Werbemarktes haben Analysten den Daumen für RTL Group gesenkt. Die Gruppe räumt selbst ein, dass die Entwicklung für das zweite Halbjahr kaum abzuschätzen ist. Selbst eine Entspannung im kommenden Jahr ist alles andere als sicher. Die RTL-Großaktionäre haben jetzt die Wahl. Entweder, sie warten ab, bis sich der Kurs nachhaltig erholt hat. Oder sie sorgen trotz der widrigen Situation dafür, dass die Aktien des größten TV-Unternehmens Europas an Handelsfähigkeit gewinnen. Doch: Wer denkt in diesen Tagen schon an die Aktienkultur?

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