RTV Family Entertainment mit gesunkenem Umsatz
Abschreibungen belasten RTV-Ergebnis

Abschreibungen in Millionenhöhe haben bei dem angeschlagenen Kinderprogramm-Produzenten RTV Family Entertainment zu einem massiven Verlust im ersten Halbjahr geführt.

Reuters FRANKFURT. Nach vorläufigen Geschäftszahlen belaufe sich der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den ersten sechs Monaten 2002 auf 101,0 Millionen Euro nach einem Plus von 1,2 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Freitagabend mit. RTV habe insgesamt Abschreibungen von rund 102 Millionen Euro vorgenommen. Davon entfielen etwa 78 Millionen Euro auf das Filmvermögen und Forderungen sowie schätzungsweise 24 Millionen Euro auf die Wertansätze der Tochtergesellschaften.

Der Umsatz sei im Berichtszeitraum auf 16,7 Millionen Euro von zuvor 29,3 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen weiter mit. Auf der für den 12. August vorgesehenen außerordentlichen Hauptversammlung sollen die Aktionäre über einen Kapitalschnitt im Verhältnis 15 zu eins und über eine nachfolgende Barkapitalerhöhung im Verhältnis eins zu drei, das heißt in Höhe von knapp 4,9 Millionen Euro, abstimmen.

RTV hatte sich Ende Juli vom Neuen Markt zurückgezogen, um Kosten zu sparen. Seit dem 22. Juli notiert die Aktie im Geregelten Markt. RTV hatte vor kurzem nur durch einen Überbrückungskredit der Konsortialbanken Deutsche Bank und BW-Bank die Zahlungsunfähigkeit vermieden. Dennoch ist das Grundkapital nach früheren Unternehmensangaben nach Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe zu mehr als 50 Prozent aufgezehrt.

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