Rudern Olympia
Kathrin Boron hat Rekord im Visier

Die große Dame des deutschen Rudersports will sich mit ihrem fünften Olympiasieg zur erfolgreichsten Athletin der Welt in ihrer Sportart krönen. Die achtfache Weltmeisterin Kathrin Boron träumt davon, ihre glanzvolle Karriere bei den Olympischen Spielen in Peking ganz oben auf dem Podium beenden zu können.

Die große Dame des deutschen Rudersports will sich mit ihrem fünften Olympiasieg zur erfolgreichsten Athletin der Welt in ihrer Sportart krönen. Die achtfache Weltmeisterin Kathrin Boron träumt davon, ihre glanzvolle Karriere bei den Olympischen Spielen in Peking ganz oben auf dem Podium beenden zu können. "Ich habe immer große Ziele gehabt. Auch diesmal ist die Goldmedaille mein Ziel. Alles andere würde mir niemand abnehmen", sagt die 38-Jährige aus Potsdam.

Im Doppelvierer steigt Boron am Sonntag im Vorlauf erstmals ins Boot. Angetrieben von Erfolgstrainerin Jutta Lau bereitet sich die trainingsfleißige Perfektionistin schon seit dem 30. Juli in Peking gemeinsam mit Britta Oppelt (Berlin), Manuela Lutze (Magdeburg) und Stephanie Schiller (Potsdam) auf ihr großes Ziel vor. Mit der fünften olympischen Goldmedaille würde Boron zu Elisabeta Lipa aufschließen. Allerdings hat die Rumänin erst einen WM-Titel auf ihrem Konto.

Ein Selbstläufer wird die Gold-Mission für die Vize-Weltmeisterinnen aber nicht. "Die Saison war bisher durchwachsen", meint die gelernte Bankkauffrau Boron, der nach ihrer Babypause 2002 die Rückkehr in die Weltspitze fast mühelos gelang. Den Beweis lieferte sie mit Gold im Doppelvierer bei den Sommerspielen 2004 in Athen. Zuvor gab es Olympia-Gold 1992 in Barcelona (Doppelzweier), 1996 in Atlanta (Doppelvierer) und 2000 in Sydney (Doppelzweier).

Großbritannien der große Favorit

In Peking geht Weltmeister Großbritannien als Favorit an den Start. Auch Gastgeber China werde vorne mitmischen, so Boron, die für ihre Olympia-Teilnahme ein privates Opfer bringen musste. Tochter Cora feierte am Dienstag (5. August) ihren sechsten Geburtstag ohne Mama. "Dafür bin ich zur Einschulung wieder zurück", sagt Boron, die bei der Abschlussfeier in Athen die deutsche Fahne trug ("Damit hat sich ein olympischer Traum für mich erfüllt").

In den Rudersport wird sie zumindest als Athletin nach Peking nicht mehr zurückkehren. Ein erneutes Comeback wie nach ihren Pausen 2002 und 2006 wird es nicht mehr geben. Ob sie als erfolgreichste Ruderin der Welt abtritt, interessiert sie aber weniger. "Das sind Zahlenspiele, die Journalisten gerne machen", sagt Boron, die ihre Erfahrungen später im organisatorischen oder im Management-Bereich weitergeben möchte.

© SID

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