Rudern Olympia
Unwetter führt zum Abbruch der Ruder-Regatta

Die olympische Ruder-Regatta musste wegen eines Unwetters abgebrochen werden. Der Weltverband Fisa entschied sich aufgrund heftiger Regenfälle und starker Winde für diese Maßnahme.

Blitz und Donner haben den Deutschland-Achter bei seiner Jagd nach der ersten olympischen Medaille seit zwölf Jahren vorerst gestoppt. Wenige Minuten vor dem Start des Paradebootes des Deutschen Ruderverbandes (DRV) im Shunyi Park entschied sich der Weltverband Fisa wegen eines Unwetters mit heftigen Regenfällen und starken Winden zum vorzeitigen Abbruch der Wettbewerbe am Sonntag. Neben dem DRV-Flaggschiff war auch der deutsche Frauen-Achter betroffen. Wann die beiden Vorläufe nachgeholt werden, war zunächst offen.

"Davon dürfen wir uns überhaupt nicht beeinflussen lassen. Wir sind eben eine Freiluftsportart. Die Voraussetzungen sind durch die Absage weiterhin für alle gleich", meinte Achter-Trainer Christian Viedt.

Mäßiges Auftakt-Wochenende

Die erfolgsverwöhnte DRV-Flotte erlebte bis zu dem Unwetter ein mäßiges Auftakt-Wochenende. Die WM-Dritten Berit Carow/Marie-Louise Dräger im Leichtgewichts-Doppelzweier sowie der Leichtgewichts-Vierer der Männer sorgten für die einzigen deutschen Vorlaufsiege in den 14 olympischen Klassen.

Insgesamt erreichten bisher sechs DRV-Boote das Halbfinale, vier müssen in den Hoffnungslauf. "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Kein einziges Boot hat enttäuscht. Im Halbfinale kann es aber anders aussehen, da gibt es ein Hauen und Stechen", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller.

Hacker mit durchwachsenem Start

Der deutsche Einer-Meister Marcel Hacker hatte bereits zum Auftakt der olympischen Wettbewerbe am Samstag das erste Kräftemessen verloren. Der WM-Fünfte musste sich im Vorlauf mit über zwölf Sekunden Rückstand dem schwedischen Sieger Lassi Karonen geschlagen geben, zog aber dennoch ins Viertelfinale am Montag (16.10/10.10 Mesz) ein.

Die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam), die sich in Peking zur erfolgreichsten Ruderin der Welt krönen will, belegte mit dem deutschen Doppelvierer im Vorlauf Platz zwei hinter Weltmeister Großbritannien und muss nun ebenfalls den Umweg Hoffnungslauf nehmen. "Das werden sie aber schaffen. Im Finale haben sie bestimmt noch einen Trumpf in der Hand", so Müller.

"Wir müssen unsere Energie sparen"

Der deutsche Achter wollte das DRV-Flaggschiff gerade zu Wasser lassen, als die ersten Blitze über dem olympischen Gewässer zuckten. "Darüber darf man sich nicht aufregen. Wir müssen unsere Energie sparen und wenn es endlich losgeht, die notwendige Power ins Boot bringen", sagte Steuermann Peter Thiede (Dortmund).

Der neuformierte Achter steht in Peking unter besonderer Beobachtung, nachdem sich der DRV 65 Tage vor den Sommerspielen entschlossen hatte, fast die komplette Vizeweltmeister-Crew von 2007 auszutauschen und Bundestrainer Dieter Grahn zu entmachten.

Für Zhang Liang waren die Olympischen Spiele hingegen vorbei, bevor sie richtig begonnen hatten. Liang kam am Samstag zu spät zum Einer-Wettbewerb und konnte nicht mehr an den Start gehen. Nach den Fisa-Regeln wurde der Chinese damit auch für seinen geplanten Start im Doppelzweier disqualifiziert. "Ich habe gehört, dass sein Trainer ihm eine falsche Startzeit genannt hat", sagte Michael Müller dem sid.

© SID

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