Rudolph, 41, ist Tourismus- und Kulturmanager von Prien am Chiemsee
Wie fühlt man sich eigentlich, Herr Rudolph...

...wenn man mit einem neuen Projekt von einer gesamten Gemeinde erst bekämpft wird und schon nach wenigen Jahren für sie ein echter Wirtschaftsfaktor ist?

...wenn man mit einem neuen Projekt von einer gesamten Gemeinde erst bekämpft wird und schon nach wenigen Jahren für sie ein echter Wirtschaftsfaktor ist?

"Ich fühle mich bestätigt, und freue mich, dass sich auch die bestätigt sehen können, die an mich und mein Konzept schon vor fünf Jahren geglaubt haben. Denn der Widerstand war anfangs enorm: Das Projekt, die Seebühne mit ihrer schwimmenden Bühne und der halben Tribüne im Wasser, war erst für Prien konzipiert. Aber ein Großteil der Bevölkerung wehrte sich heftig. Auch der Bürgerentscheid fiel dann gegen den Standort Prien aus. Also zogen wir fünf Kilometer weiter am Seeufer ins Rasthaus der amerikanischen Streitkräfte. Vor vier Jahren startete die Seebühne dann mit einem Beatles-Musical und für diese Spielzeit im Juli und August ist das Kult-Stück "Der Watzmann" mit Wolfgang Ambros schon fast ausverkauft.

Heute bringen wir auch mit der Seebühne der Region rund 20 Prozent mehr an Übernachtungen und sind damit ein Wirtschaftsfaktor geworden. Inzwischen haben sich auch die meisten Leute hier umstimmen lassen - spätestens mit dem Heimatstück Watzmann. Nur einige wenige Kritiker suchen noch nach Vorschriften, gegen die wir angeblich verstoßen. Aber in einer eher konservativen Region ist es immer etwas Besonderes - negativ wie positiv - wenn man mit Groß-Events und internationalem Publikum kommt. Doch wir kommen ohne Zuschüsse aus und machen seit dem dritten Jahr Gewinne - trotz der nur zweimonatigen Spielzeit im Jahr.

Die Frage stellte Claudia Tödtmann

*Vergangenes Jahr besuchten die Seebühne 35 000 Gäste (2004 geplant: 40 000).

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