Rückbesinnung
Bausparkassen profitieren von Börsenschwäche

Der Einbruch am Aktienmarkt hat den Bausparkassen seit anderthalb Jahren eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung beschert. Das Sicherheitsdenken habe bei den Bundesbürgern offenbar wieder die Oberhand gewonnen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder, bei der Vorlage des Geschäftsberichtes 2001 am Mittwoch in Berlin.

HB BERLIN. Es gebe wohl auch eine zunehmende Rückbesinnung auf die Vorteile des mietfreien Wohnens im Alter. Die Auswirkungen der Riester-Förderung seien allerdings noch nicht absehbar. Die bisherigen Regeln seien so kompliziert, dass viele Bürger noch davor zurückschreckten, sagte Zehnder.

Die Bausparsumme der bei den privaten Bausparkassen neu abgeschlossenen Verträge stieg im ersten Halbjahr 2002 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 2,8 % auf rund 24,8 Mrd. ?. Auf die neuen Bundesländer entfielen 4,0 Mrd. ?, was einen Zuwachs von 1,2 % bedeutet, auf die alten Bundesländer 20,8 Mrd. ? (+ 3,2 %). Die Zahl der in den ersten sechs Monaten neu abgeschlossenen Bausparverträge blieb mit 1,2 Mill. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert.

Zum 30. Juni 2002 verwalteten die privaten Bausparkassen 21,2 Mill. Verträge (- 1,1 %) über eine Summe von 449,5 Mrd. ? (+ 1,0 %). Die Bilanzsumme der 18 Institute belief sich auf 116,4 Mrd. ? (+ 3,2 %).

Trotz des weiter rückläufigen Wohnungsneubaus hätten die Bausparkassen insgesamt (einschließlich Landesbausparkassen) ihre Finanzierungsleistungen 2001 nahezu gehalten und damit ihren Marktanteil innerhalb der gesamten Wohnungsfinanzierung weiter von 28,8 auf 29,0 leicht ausbauen können. Mit 36,8 Mrd. ? blieben die Bausparkassen zwar um 3,4 % unter den Vorjahresauszahlungen. Dies müsse aber vor dem Hintergrund gesehen werden, dass die Zahl der neu gebauten Wohnungen noch einmal um 22,9 % auf nur noch 326 000 Einheiten zurückgegangen sei.

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