Rückblick
Das Weltreich von Bill Gates

Die Geschichte des Software-Hauses Microsoft - besser der Vorläufergesellschaft Traf-O-Data - begann mit dem Zukauf der Software QDos von Tim Paterson von der Seattle Computer Products. Aus dieser entwickelten William H. Gates III und sein Partner Paul G. Allen das Betriebssystem Dos - Disk Operating System. Dieses Dos erweckte dann den IBM PC zum Leben und es begann eine einmalige Geschichte, die von Bill Gates und Microsoft.

fox DÜSSELDORF. Nicht nur das Unternehmen, auch der Unternehmer Gates waren immer auf der Lauer neue Techniken und Verfahren einzukaufen oder besser gleich die zugehörigen Firmen zu schlucken - zumindest seit die Liquidität von Microsoft glänzend ist. Betriebssysteme als Herzstück der Logik eines Computers verlangen sowieso eine ständige Diskussion der Schnittstellen und Absprache mit Programm-Entwicklern. Dies zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als Microsoft noch nicht die Marktmacht hatte, Standards vom grünen Tisch zu diktieren.

Das Netzwerk von Microsoft und Gates ist so groß, dass nur der reichste Mann der Welt es kennt. Die offiziellen Beteiligungen und Töchter des Mutterkonzerns müssen nach dem US-Aktiengesetz aufgelistet werden und alleine die Firmennamen füllen Seiten. Gut 50 Gesellschaften hat der Software-Konzern gekauft. Dazu gehören bekannte wie Hotmail oder Visio, aber auch weniger berühmte wie The Blue Ribbon SoundWork Ltd. Oder aha! Software.

Die Liste der Microsoft-Beteiligungen - alleine durch den Mutterkonzern - ist gar dreimal so lang. Top-Unternehmungen kommen im Dutzend vor. Dabei sind so bekannte wie MediaWave, Wang, Corel, Apple, Hitachi, Radio Shack oder Learn & Hauspie. Die weniger bekannte überwiegen jedoch mehrfach, ob nun Korea Thrunet Co. oder Data Return. Zu diesen Konzern-Investitionen kommen zudem noch Beteiligungen und Übernahmen der Microsoft-Niederlassungen in den einzelnen Ländern.

Aber dies sind sicherlich nicht so viele im Verhältnis zur Zahl, die Bill Gates und seine Frau Melinda aus ihrem Privatvermögen erworben haben. Nur bei Unstimmigkeiten oder anderen Aktionen wird ersichtlich, wer Herr im Hause ist, oder aber eine entsprechende Beteiligung hält. Dies war vor Jahren so, als 1992 und 1993 etwa die Mini-Super- und Grafikcomputerszene aufgemischt wurde. Schon damals hielt Bill Gates an mehrerer Hardware-Firmen sowie Software-Spezialisten für 3D sowie Highend-Anwendungen etliche Firmenbeteiligungen.

Bei dem unvorstellbaren Vermögen des Mannes aus Redmond ist es natürlich, dass er alleine über die Kanäle über die er seine Finanzen mehrt, jedes Unternehmen unterhalb der Größe von BMW manipulieren kann. Bill Gates braucht also nicht nur auf den Erfolg seiner Software und Betriebssysteme setzen - er hält übrigens über 600 Millionen Microsoft-Aktien -, er dürfte auch sonst unternehmerisch gut ausgelastet sein.

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