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Rückenwind für Chipaktien

Texas Instruments sieht erste Anzeichen einer baldigen Erholung der weltweiten Chipnachfrage. Mit dieser Aussage könnte der Chiphersteller dem Halbleitersektor heute Rückenwind geben.

Vor allem im Bereich der Mobiltechnologie zeichne sich ein Anziehen der Nachfrage ab, so Richard Templeton, der bei Texas Instruments für das operative Geschäft zuständig ist. Zudem sei es vor allem dem Mobiltelefonsektor in den vergangenen Quartalen gelungen, die Lagerbestände größtenteils anzubauen. Im vergangenen Monat deutete Nokia eine Stabilisierung in der Mobilfunkbranche an. Dennoch seien die Investitionen in Technologie nach wie vor niedrig, so Richard Templeton weiter. Texas Instruments deckt fast zwei Drittel der weltweiten Chipproduktion für Mobiltelefone ab. Das Papier zählt im vorbörslichen Handel zu den am meisten gehandelten Aktien und legt fast drei Prozent zu. Auch die Titel der Handyhersteller Ericsson und Nokia legen im außerbörslichen Handel an Wert zu.

Doch die Aufmerksamkeit gilt am Morgen nicht ungeteilt dem Chipsektor. Gespannt warten die Anleger auch auf die Veröffentlichung der Daten zum Verbrauchervertrauen. Ob in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres nun endlich mit einer Erholung der US-Wirtschaft zu rechnen ist? Die Mehrheit der Experten rechnet mit einem Anstieg des Verbrauchervertrauens im August. Doch die Zuversicht der Anleger hält sich am Morgen in Grenzen. Die Futures deuten auf einen behaupteten Handelsstart. Der S&P 500 Future notiert einen Punkt im Minus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq rutschte zwölf Zähler ins negative Terrain, konnte den Verlust aber mittlerweile auf zwei Punkte begrenzen.

Schwächer notiert vorbörslich Sun Microsystems. Der Serverspezialist wird am Mittwoch ein provisorisches Ergebnis für die erste Hälfte des laufenden Quartals veröffentlichen. Die Analysten von Goldman Sachs zeigen sich skeptisch. Während sie die Umsatzerwartungen für das laufende Quartal um 100 Millionen Dollar auf 3,7 Milliarden Dollar reduzieren haben, halbieren sie die Gewinnprognosen auf einen Cent pro Aktie. Für das Geschäftsjahr 2002 korrigieren die Experten die Gewinnerwartungen von ursprünglich 37 Cents pro Aktie auf 28 Cents pro Aktie. Damit liegen sie sechs Cents unter den Konsensschätzungen der Wall Street. Letztendlich werde Sun Micro zwar von einem robusten Produktzyklus profitieren, doch zur Zeit stehe das Unternehmen im Schatten des Konjunkturverlaufs, so die Analysten Auch die Experten von Lehman Brothers zeigen sich skeptisch. Sie stellen eine Erholung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte in Frage. Die Aktie gehört zu den vorbörslich am meisten gehandelten Aktien.

Von einer überzeugenden Pressekonferenz dürfte dagegen die Aktie von Peoplesoft zehren. "Gespräche mit Partnern und Kunden haben deutlich zum Ausdruck gebracht, wie gut die neuen Produkte ankommen", so Steven Kahl von Goldman Sachs. Der Analyst empfiehlt den Wert mit einem Kursziel von 50 Dollar weiterhin zum Kauf.

Ebenfalls freundlich tendiert die Aktie von Tyson Foods im außerbörslichen Handel. Der Geflügelproduzent steht kurz vor dem Abschluss des Kaufs von Rindfleischproduzent IBP. Am 28. September wird Tyson voraussichtlich die 4,4 Milliarden-Dollar-Übernahme schließen. Tyson besitz bereits 50,1 Prozent der Anteile von IBP. Auch das Papier von IBP legt vorbörslich zu.

Die Freude über Intels Erfolg im Bereich der 2-Gigahertz-Prozessor hält sich bei Analysten jedoch in Grenzen. Die Analysten von Credit Suisse First Boston empfehlen die Aktie weiterhin mit "halten" und bestätigen ihre Prognosen bis zum Jahr 2003.

Bei Solectron dreht sich das Personalkarussell. Ab 1. September wird Kiran Patel seinen neuen Posten als Finanzvorstand bei dem Elektronikhersteller antreten. Susan Wang, Patels Vorgängerin wird sich künftig mit der Unternehmensentwicklung befassen. Die Anleger scheinen mit der Wahl zufrieden. Das Papier legt vor dem Börsenstart an Wert zu

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