Rückenwind für die Demokraten
Floridas Oberster Gerichtshof genehmigt weitere Handauszählungen

Im dramatischen Kampf um die amerikanische Präsidentschaft haben die Demokraten am Donnerstag vor Gericht einen Sieg errungen.

afp/dpa/rtr TALLAHASSEE. Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates Florida verfügte am Donnerstag, dass die Stimmzettel zur US-Präsidentschaftswahl im mehrheitlich demokratisch ausgerichteten Bezirk Palm Beach weiter ausgezählt werden dürfen. Der demokratische Vizepräsident Al Gore hatte eine entsprechende Klage am Donnerstag bei dem Gericht eingereicht.

Die Gerichtsentscheidung steht im Widerspruch zu einer Entscheidung von Floridas Innenministerin Katherine Harris, der zufolge keine weiteren Ergebnisse außer den Wahlbriefen aus dem Ausland mehr berücksichtigt werden sollen.

Nach den bisherigen Ergebnissen führt Bush in Florida mit genau 300 Stimmen vor Gore. Vor den Nachzählungen hatte Bush mit rund 1 700 Stimmen in Führung gelegen. Am Samstag werden noch die Briefwahl-Stimmen ausgezählt, die möglicherweise über den Sieg Bushs oder Gores entscheiden werden. Keiner der beiden Kandidaten hat bislang die notwendige Mehrheit von 270 Stimmen der insgesamt 538 Wahlmänner, die den US-Präsidenten am 18. Dezember wählen sollen. Floridas 25 Wahlmännerstimmen sind deshalb entscheidend.

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