Rückgang der US-Vorräte
Ölpreis klettert

Ein überraschend deutlicher Rückgang der US-Ölvorräte in der vergangenen Woche hat die Ölpreise am Mittwoch in die Höhe getrieben. US-Öl markierte ein neues Hoch nach dem Irak-Krieg. Der Beschluss der Opec, ihr Förderlimit zwar beizubehalten, sich aber im nächsten Monat wieder zu treffen, war Händlern zufolge erwartet worden.

Reuters LONDON. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Juli wurden in London zuletzt 28,37 Dollar und damit 31 US-Cent mehr als am Vortag bezahlt. Leichtes US-Öl markierte mit 32,33 Dollar ein Zwölf-Wochen-Hoch und kostete damit 35 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Händlern zufolge hat vor allem der unerwartete Rückgang der US-Lagerbestände an Rohöl und Ölprodukten um 4,6 Millionen Barrel in der vergangenen Woche den Preis getrieben. Analysten hatten eine leichte Aufstockung der Vorräte prognostiziert. "Das hat den Markt wirklich überrascht und dann angetrieben", sagte ein Londoner Händler.

Der Beschluss der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), die Förder- und Exportobergrenze mit 24,5 Millionen Barrel täglich unverändert zu lassen und Ende Juli erneut zusammenzukommen, sei in den Preisen weitgehend eingepreist gewesen. "Die Opec war schon in den Preisen enthalten und deshalb war das Geschehen vom Warten auf die US-Vorratsdaten geprägt", sagte ein anderer Händler.

Am 31. Juli wollen die Opec-Ölminister für den Fall zusammentreffen, dass die Preise durch die Wiederaufnahme der irakischen Ölexporte unter Druck geraten sollten. Dann ist nach venezolanischen Angaben auch eine Drosselung von Förderung und Exporten möglich.

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