Rückgang durch Nachfrageeinbruch
Deutscher Einkaufsmanagerindex fällt stärker als erwartet

Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland ist im September deutlich gefallen.

vwd FRANKFURT. Der von NTC Research für Reuters ermittelte Index sank nach Angaben vom Montag auf 46,0 Punkte von 49,1 Zählern im August. Volkswirte hatten im Vorfeld der Daten zwar einen schwächeren Index erwartet, allerdings waren sie im Mittel ihrer Prognosen lediglich von einer Abnahme auf 48,8 Stellen ausgegangen.

Als Hauptursache für den kräftigen Rückgang des Gesamtindex wurde ein deutliches Minus der Nachfragekomponente genannt, das in der aus einer möglichen militärischen Auseinandersetzung mit dem Irak resultierenden Unsicherheit begründet sei. Darüber hinaus habe auch die Flutkatastrophe in Ostdeutschland zur Verschlechterung des Indexstands beigetragen. Eine deutliche Zunahme war laut NTC Research hingegen bei der Preiskomponente zu verzeichnen gewesen, die sich im September auf 53,3 Punkte von 51,2 Zählern im Vormonat erhöhte. Zur Begründung wird auf eine Kriegsprämie auf die Preise für Energie, Chemikalien und Kunststoffe verwiesen.

Auch der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone ist im September überraschend deutlich gefallen. Der Index fiel nach Angaben vom Montag auf 48,9 Punkte von 50,8 Zählern im August. Damit ist im September das niedrigste Niveau seit sieben Monaten erreicht worden. Volkswirte hatten im Vorfeld der Daten zwar eine Abnahme des Indexstands erwartet, allerdings im Mittel ihrer Prognosen lediglich mit einem Rückgang auf 50,4 Stellen gerechnet.

Die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone war ursprünglich für Dienstagmorgen angekündigt, allerdings wurden die Daten auf Grund eines Irrtums bereits am Montag bekannt. Ein Stand über 50 Punkten signalisiert eine Expansion des Verarbeitenden Gewerbes, ein Niveau unterhalb dieser Marke weist auf eine Kontraktion hin.

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