Rückgang im dritten Quartal
Konjunktur- und Börsenschwäche belastet die BHF-Bank

Die Frankfurter BHF-Bank hat die Konjunktur- und Börsenschwäche im dritten Quartal zu spüren bekommen. Wie die Tochter der niederländischen Allfinanzgruppe ING am Donnerstag mitteilte, sank das Betriebsergebnis von Juli bis September von 62 Mill. ? im Vorjahr auf 24 Mill. ? (knapp 47 Mill. DM).

ddp FRANKFURT/MAIN. Für den Zeitraum der ersten neun Monate weist das Institut wegen hoher Einmalerträge aus dem Verkauf von Beteiligungen wie der AGIV und Münchener Rück im ersten Halbjahr dennoch eine Steigerung beim Betriebsergebnis um gut neun Prozent auf 315 Mill. Euro aus. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich den Angaben zufolge um 9,7 % auf 238 Mill. Euro.

Vor allem die Provisionen sanken in den ersten neun Monaten stark. Wie die BHF mitteilte, ging der Überschuss hier um fast 32 % auf 190 Mill. Euro zurück. Der Zinsüberschuss sank wegen des Verkaufs der US-Tochter BHF Capital um rund fünf Prozent auf 319 Mill. Euro, während gleichzeitig die schwache Konjunktur im Kreditgeschäft höhere Rückstellungen für Risiken von 179 Mill. Euro erforderlich machte (+15,5 %). Die Verwaltungskosten hatte die BHF-Bank im Griff: In den ersten neun Monaten stiegen die Aufwendungen um lediglich zwei Prozent auf 325 Mill. Euro und hielten sich nach Ansicht der Bank damit "in engen Grenzen". Im dritten Quartal waren die Verwaltungskosten sogar um ein Prozent rückläufig.

In Kooperation mit der ING will das Institut nun "alles daran setzen", die Erfolgschancen mit neuen Initiativen zu verbessern. Hoffnungsvoll ist die Gruppe für den Altersvorsorge-Bereich der "Riester-Produkte". Das vereinbarte Joint Venture von BHF-Bank, der BHW-Gruppe und der BGAG soll hier "eine wesentliche Rolle" spielen. Insgesamt zeigte sich die Bank "vorsichtig optimistisch" für das kommende Jahr. So könnten die Märkte "zunehmend bessere Chancen bieten, um zufrieden stellende Ergebnisse zu erwirtschaften". Konkrete Ziele nannte das Institut indes nicht.

In Zukunft werde sich die BHF-Bank verstärkt auf ihr Deutschlandgeschäft konzentrieren und Aktivitäten im Ausland nach und nach zurückfahren, sagte Peter Gloystein. Für das Gesamtjahr erwarte er eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von "etwa zwischen 17 und 20 Prozent, also ähnlich wie nach den ersten neun Monaten".

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