Rückkehr aber nicht ausgeschlossen
Mpenza rechnet mit Schalke ab

Der von Schalke nach Lüttich zurückgekehrte Emile Mpenza hat seinen ehemaligen Arbeitgeber hart kritisiert. In der Heimat will der Fußball-Profi seiner Karriere neues Leben einhauchen.

HB LÜTTICH. Emile Mpenza hat wenige Tage nach seiner Rückkehr zu Standard Lüttich mit Schalke 04 und Manager Rudi Assauer abgerechnet. "Wenn man jeden Tag zu hören bekommt, dass man nicht taugt, dann frisst das einen schon an, zumal dadurch ein Bild in der deutschen Presse entstanden ist, das ich gar nicht mehr korrigieren konnte. Einige von der Direktion haben mir am Ende noch nicht einmal mehr einen Guten Tag gewünscht", sagte der 25 Jahre alte Stürmer der flämischen Zeitung "Het Laatste Nieuws".

Der im Jahr 2000 für 17,5 Millionen Mark vom Bundesligisten verpflichtete belgische Nationalstürmer wehrt sich dabei besonders gegen die ständigen Anschuldigungen von Assauer. Es habe ihn verletzt, dass Assauer ihm ständig vorgeworfen habe, er würde seinen Körper nicht genug pflegen und nicht alles tun, um möglichst schnell wieder einsatzfähig zu werden. "Eine oder zwei Wochen hätte ich es noch auf Schalke ausgehalten, doch eine ganze Saison wäre unerträglich geworden", so Mpenza.

Aufgrund des psychischen Stresses hat Mpenza zehn Kilogramm Gewicht verloren. Trotzdem schließ er eine Rückkehr nicht aus: "Das hängt einzig und allein vom Verein und seiner Führungsspitze ab." So genoss er vor allem das erste Jahr auf Schalke unter dem damaligen Trainer Huub Stevens: "Es herrschte ein positive Atmosphäre, und von Huub Stevens als Trainer habe ich enorm viel gelernt. Der Mann sagte einem die Wahrheit ins Gesicht."

Nun allerdings konzentriert sich der Belgier auf seinen neuen, alten Verein, zu dem er für 1,5 Millionen Euro Ablöse zurückgekehrt ist. "Ich musste meiner Karriere neues Leben einhauchen. Ich beginne von neuem, in einem guten Umfeld und mit anderen Mentalitäten. Ich lasse alles hinter mir. Ich bedaure lediglich den nicht verwirklichten Transfer zu Juventus Turin."

Bereits vor Mpenza hatten die Schalke-Verantwortlichen mit dem teuersten Einkauf Schalkes abgerechnet. Es sei ein Fehler gewesen, ihm immer wieder eine Chance zu geben, sagte Assauer. Selbst Sturmkollege Ebbe Sand zeigte sich verärgert: "Emile war einer der besten Stürmer, mit dem ich je zusammen gespielt habe. Aber er hat nicht alles getan für Schalke. Ich verstehe den Verein. So konnte es nicht weitergehen.

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