Rückkehr erst in zehn Tagen
Frankreich: 12 500 Menschen wegen Chemiewaffen in Sicherheit gebracht

In Nordfrankreich sind 12 500 Menschen wegen der Gefährdung durch Chemie- und Giftgas-Munition aus beiden Weltkriegen in Sicherheit gebracht worden. Die Evakuierung von sieben kleineren Kommunen zwischen den Städten Lens und Arras wurde am Samstag in den Morgenstunden abgeschlossen.

dpa ARRAS. Nur etwa 40 Männer und Frauen haben sich geweigert, ihre Häuser zu verlassen, teilten die Behörden mit. Die in Sicherheit gebrachten Menschen dürften in zehn Tagen zurückkehren.

Mehrere tausend Feuerwehrleute waren nach Angaben des Pariser Innenministeriums im Einsatz, um die Dörfer im drei Kilometer- Umkreis um das Waffendepot bei Arras zu räumen. Die Zivilschutz- Behörde berichtete am Samstag, aus dem Depot mit 173 Tonnen Giftgasmunition und herkömmlichen Geschossen französischer, deutscher und britischer Herkunft entweiche kein Giftgas. Bei einer Überprüfung war bemerkt worden, dass die Munition in teilweise verrotteten Holzkästen offen lagert. Das Munitions-Gelände ist durch Stacheldrahtzäune geschützt.

Fachleute hatten Anfang des Jahres eine vorsorgliche Verlagerung empfohlen, weil Explosionen oder auch ein Austritt von Senfgas nicht auszuschließen seien. Die Sicherung und der Abtransport der Munition in ein abgelegeneres Militärsperrgebiet sollen etwa drei Tage dauern.

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