Rückkehr in die Gewinnzone angepeilt
Rodenstock bereitet Börsengang vor

Der Münchener Brillenhersteller Rodenstock will noch in diesem Jahr mit den Vorbereitungen für seinen geplanten Börsengang beginnen. Das Unternehmen will 2002 nach einem Verlustjahr zudem wieder in die Gewinnzone zurückkehren.

Reuters MÜNCHEN. Das Unternehmen wolle 2002 damit beginnen, der Rodenstock Gruppe eine kapitalmarktfähige Struktur zu verpassen. "Unser mittelfristiges Ziel ist es, ein börsennotiertes Familienunternehmen zu sein", sagte Konzernchef Randolf Rodenstock am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in München.

In der Rodenstock Gruppe habe sich 2001 ein Jahresfehlbetrag von 19 Millionen Euro nach einem Überschuss von 2,6 Millionen im Vorjahr ergeben, sagte Rodenstock weiter. Sondereinflüsse in Höhe von insgesamt 29,6 Millionen Euro hätten das Ergebnis belastet. Für das Gesamtjahr 2002 prognostizierte der Konzernchef einen leicht steigenden bis kaum veränderten Gruppen-Umsatz nach 422 Millionen Euro im Jahr 2001 und stellte die Rückkehr in die Gewinnzone in Aussicht.

In den ersten vier Monaten 2002 habe der Umsatz im Kerngeschäft leicht über Vorjahresniveau gelegen, sagte Rodenstock. Auch das Ergebnis habe sich trotz Marktflaute leicht verbessert. Für 2002 kündigte der Konzernchef zudem an, die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland um 100 Beschäftige zu reduzieren. Die Gruppe hatte ihre Belegschaft zum 31.12.2001 im Vergleich zum Vorjahresstichtag bereits um 467 auf 5828 Mitarbeiter verkleinert.

Sondereinflüsse drücken auf das Ergebnis

Vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich 2001 ein Verlust von neun Millionen Euro nach einem Gewinn von 26 Millionen Euro im Vorjahr ergeben. Bereinigt um die Sondereinflüsse habe Rodenstock operativ aber zugelegt, teilte das Unternehmen mit. Von den Sondereinflüssen entfiel mit 21,1 Millionen Euro der Großteil auf die Verluste der Rodenstock North America. Rodenstock gehe davon aus, dass der restrukturierte Bereich bis 2003 operativ die Gewinnschwelle erreichen werde.

Für das laufende Jahr werde sich in dieser Region noch ein Verlust ergeben, der jedoch geringer als im Vorjahr sein werde. Der US-Augenoptikmarkt war im vergangenen Jahr den Angaben nach um vier Prozent rückläufig. Rodenstock erzielte 2001 sieben Prozent seines Umsatzes in Amerika, größter Markt war mit 49 Prozent Deutschland.

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