Rückkehr unter das ProsiebenSat1-Dach nicht ausgeschlossen
Premiere denkt über Börsengang nach

Der Münchener Bezahlsender Premiere denkt darüber nach, im übernächsten Jahr an der Börse frisches Kapital aufzunehmen. 2004 möchte der Sender aber erst einmal Gewinne machen.

HB BERLIN. Der Bezahlsender Premiere prüft einen Börsengang im Jahr 2005. Das sagte der Permiere-Geschäftsführer und Teilhaber Georg Kofler dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». Bis Ende 2004 will der Sender mindestens 3,2 Millionen Abonnenten unter Vertrag haben, sagte Kofler weiter. Ende des laufenden Jahres werde die Abonnentenzahl 2,9 Millionen betragen. Der operative Verlust werde in diesem Jahr unter 20 Millionen Euro sinken. Im kommenden Jahr soll der Sender dann profitabel sein.

Eine Rückkehr des Bezahlsenders unter das Dach der ProsiebenSat1-Gruppe wollte Kofler den Angaben zufolge zwar nicht ausschließen. In «nächster Zeit» werde aber «nichts passieren», sagte Kofler dem Magazin. Der deutsche Medienmarkt werde sich dank des Einstiegs etlicher Finanzinvestoren jedoch deutlich schneller verändern als bisher. Die Ära der «verschnarchten, feudalistischen Medienunternehmen» gehe bald zu Ende. Unternehmerische Modelle wie bei Bertelsmann würden in Zukunft «belächelte Ausnahmen» sein, sagte Kofler.

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