Rückläufige Einschaltquoten belasteten das Geschäft
Disney verzeichnet Gewinnsteigerung trotz Umsatzrückgang

Der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney hat für das zweite Quartal seines laufenden Geschäftsjahres trotz geringerer Umsätze einen über den Markterwartungen liegenden Gewinnanstieg auf 391 Millionen Dollar verzeichnet.

rtr/wsc LOS ANGELES. Das Ergebnis je Aktie habe sich ohne Berücksichtigung von Sonderbelastungen damit um 36 Prozent auf 19 Cents verbessert, teilte das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten einer Umfrage von Thomson Financial/First Call im Schnitt mit einem Wert von lediglich 13 Cents je Aktie gerechnet.

Der Umsatz verringerte sich den weiteren Angaben zufolge dagegen auf sechs Milliarden Dollar (rund 13,14 Milliarden Mark) von 6,3 Milliarden Dollar im zweiten Quartal des Vorjahres. Disney begründete dies mit der konjunkturellen Abkühlung in den USA, die zu einem Rückgang der Besucher in den Vergnügungsparks und geringeren Werbeeinnahmen im Radio- und TV-Geschäft des Konzerns geführt habe.

Walt Disney litt im vergangenen Quartal vor allem unter stark rückläufigen Einschaltquoten. Beim Fernsehsender ABC gingen die Zuschauerzahlen um 16 Prozent zurück. Dies ist für Walt Disney äußerst schmerzhaft, da der Sender vor allem die Hauptwerbegruppe der 18 bis 49-jährigen anspricht, für die Werbekunden die höchsten Gebühren zahlen. Bisher ist es Walt Disney nicht gelungen, neben dem Kassenschlager "Who Wants to Be a Millionaire" neue Sendungen mit ähnlichem Erfolg zu entwickeln. Außerdem kostete die Schließung der Internetsuchmaschine Go.com sowie der 70 Walt Disney Filialen das Medienunternehmen eine Milliarde US-Dollar.

Zum Geschäftsausblick erklärte Disney-Chairman Michael Eisner: "Konjunkturelle Schwächephasen sind nie gute Nachrichten, aber wenn wir uns die Vergangenheit ansehen, ist unser Unternehmen immer gestärkt daraus hervorgegangen. In Anbetracht dessen bleiben wir zuversichtlich, unsere Geschäftsziele für dieses Jahr zu erreichen oder zu übertreffen." Die aktuelle konjunkturelle Schwäche biete ferner Gelegenheiten, bislang überbewertete andere Unterhaltungsunternehmen zu attraktiven Preisen aufzukaufen.

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