Rückläufige Umsätze zwingen zur Kostensenkung
Bayer verstärkt den Personalabbau im Pharmabereich

Schwache Wachstumsraten verstärken auch in der Pharmaindustrie den Zwang zur Kostensenkung. Das untermauerte jetzt der Bayer-Konzern mit Plänen zum Abbau von weiteren 1 300 Stellen in seiner Pharmasparte.

shf FRANKFURT/M. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern den Verzicht auf ebenfalls 1 300 Arbeitsplätzen angekündigt. Die zusätzlichen Maßnahmen sollen die Kosten der Sparte dauerhaft um etwa 400 Mill. Euro pro Jahr vermindern. Dafür will Bayer einen Einmalaufwand von etwa 200 Mill. Euro in Kauf nehmen.

Angesichts sinkender Wachstumsraten und steigender Forschungsausgaben hat das Thema Kostensenkung in den vergangenen Jahren bereits kontinuierlich an Bedeutung für die Pharmabranche gewonnen. Vor allem bei fusionierten Unternehmen wie Pfizer, Aventis oder Glaxo Smithkline wurde die Gewinnentwicklung in den vergangenen Jahren stark von der Realisierung so genannter "Synergien" geprägt.

Bei Bayer ist die Situation allerdings besonders prekär, weil der Konzern im vergangenen Jahr durch die Rücknahme des Cholesterinsenkers Lipobay einen seiner wichtigsten Umsatzträger verloren hat. Es gehe nun darum, die Kosten mit der verminderten Größe des Geschäfts in Einklang zu bringen, sagte der Leiter des Bayer-Geschäftsbereichs Pharma, Wolfgang Plischke. Dazu will Bayer Stellen in Verwaltung und Produktion streichen. Teile der Pharma-Produktion in den USA sollen auf die freigewordenen Kapazitäten in Leverkusen verlagert werden.

Aber selbst mit diesen Maßnahmen dürfte es Bayer schwer fallen, die Rendite des Pharmageschäfts wieder auf ein branchenübliches Niveau zu hieven. Im 1. Quartal verbuchte die Gesundheitssparte des Konzerns einen Umsatzrückgang um 6 % auf 2,4 Mrd. Euro. Die operative Rendite vor Sonderposten schrumpfte um ein Drittel auf nur noch 10 %, während Topunternehmen der Branche Werte von mehr als 25 % ausweisen.

Quelle: Handelsblatt

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