Rückläufiger US-Markt sorgt für Einbrüche
Daimler-Chrysler Nutzfahrzeuge erwartet leichtes Ergebnisplus

adx FRANKFURT/MAIN. Daimler-Chrysler erwartet im Nutzfahrzeuggeschäft für das laufende Jahr eine leichte Ergebnissteigerung bei stagnierendem Umsatz. Der Absatz werde dagegen voraussichtlich etwas unter dem Vorjahresniveau von 555 000 Einheiten liegen, prognostizierte Vorstand Dieter Zetsche im Vorfeld der IAA-Nutzfahrzeuge heute in Frankfurt am Main. Als Grund nannte er die Abkühlung der Branchenkonjunktur in den USA. Die Erlöse lagen seinen Worten zufolge Ende 1999 bei 26,7 Mrd. Euro, der operative Gewinn bei 1,1 Mrd. Euro.

Wie Zetsche berichtete, lag der Absatz in den ersten acht Monaten dieses Jahres mit insgesamt 366 000 Einheiten um ein Prozent höher als Ende August 1999. Der Umsatz verbesserte sich in diesem Zeitraum um 7,6 % auf 18,5 Mrd. Euro. Das Nutzfahrzeug-Geschäft von Daimler-Chrysler umfasst Transporter, Omnibusse und Lkws der Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Sterling, Setra und Thomas Built Buses.

Große Hoffnungen setzt Zetsche auf die geplanten Akquisitionen von Detroit Diesel und Western Star. Damit sei ein "entscheidender Schritt zur weiteren Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit" eingeleitet worden, betonte er. Das außerdem beabsichtigte Joint Venture mit Hyundai ermögliche Daimler-Chrysler den Zugang zum zweitgrößten Markt in Asien und eröffne auch vielfältige Potenziale in allen anderen Märkten der Welt. Hyundai verfügt Zetsche zufolge bei Nutzfahrzeugen in Südkorea über einen Marktanteil von rund 90 %.

Der Vorstand berichtete zugleich von einer gespaltenen Absatzbilanz im bisherigen Jahresverlauf. So wiesen die Omnibusse der Marken Mecedes-Benz und Setra mit weltweit 17 900 abgesetzten Einheiten eine Steigerung von rund 31 % aus. Der Geschäftsbereich Mercedes-Benz Transporter erhöhte die Zahl der abgesetzten Sprinter und Vito um sechs Prozent auf 152 000. Der Bereich Mercedes-Benz Lkw verbesserte den Absatz um vier Prozent auf rund 77 000 Einheiten.

Einbrüche musste Daimler-Chrysler dagegen bei schweren Lkw (über 14,9 Tonnen) hinnehmen. So sank der weltweite Absatz von Freightliner, Sterling und Thomas Built um elf Prozent auf rund 114 000 Einheiten. Als Grund nannte Zetsche den stark rückläufigen US-Markt in diesem Bereich. So sei der Absatz in den Vereinigten Staaten nach dem Rekordjahr 1999 um 14 % auf rund 100 000 Einheiten eingebrochen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%