Rückläufiges Mobilfunk-Geschäft
Ericsson mit siebtem Quartalsverlust in Folge

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat im abgelaufenen Quartal den siebten Verlust in Folge verbucht und zugleich für 2002 die Umsatzprognose für sein Kerngeschäft mit Mobilfunksystemen gesenkt. Zudem bekräftigte das Unternehmen, im Verlauf des nächsten Jahres in die Gewinnzone zurückzukehren.

Reuters STOCKHOLM. Der Vorsteuerverlust habe im abgelaufenen Quartal 3,5 Milliarden schwedische Kronen (rund 375 Millionen Euro) betragen bei einem Umsatz von 38,5 Milliarden Kronen, teilte Ericsson am Freitag mit.

Analysten hatten mit einem Fehlbetrag von 3,98 Milliarden Kronen und 40 Milliarden Kronen Umsatz gerechnet. Wie Ericsson weiter mitteilte, erwartet das Unternehmen für das Geschäft mit Mobilfunksystemen einen Umsatzrückgang um 15 Prozent in diesem Jahr. Zuletzt war Ericsson von einem Rückggang um zehn Prozent ausgegangen.

Den weltweiten Handy-Absatz schätzt Ericsson für das Jahr 2002 mit "390 Millionen oder weniger" ein. Am Tag zuvor hatte der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia die Absatz-Prognose bereits auf 400 Millionen Stück zurückgenommen.

Ericsson will nun nach Angaben einer Firmensprecherin bis Ende nächsten Jahres rund 5000 weitere Stellen abbauen. Zusammen mit früher angekündigten Stellen-Streichungen würde Ericsson damit seine Belegschaft bis Ende 2003 von derzeit 76 000 auf 60 000 Mitarbeiter reduzieren.

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