Rückschläge können zum Einstieg genutzt werden
Chartkommentar: Goldpreis-Hausse geht weiter

Für viele ist die jüngste Aufwärtsbewegung des Preises für die Feinunze Gold überraschend. Denn die Mehrzahl der Marktteilnehmer denkt immer noch in über Monate stabilen negativen Korrelationen von schwachen Aktienmärkten, steigenden Renten-Futures, schwachem Dollar und steigendem Goldpreis. Mit dem Ende der akuten Krise im Irak haben sich allerdings diese Korrelationen zumindest zuletzt weitgehend aufgelöst. Anleger müssen wieder vermehrt die isolierte technische Situation der einzelnen Asset-Klassen betrachten. Mit der Dollarschwäche hat Gold kräftig angezogen. Obwohl der Markt kurzfristig heiß gelaufen ist, spricht vieles dafür, dass der Goldpreis weiter steigen wird, so dass kurze Rückschläge durchaus zum Einstieg genutzt werden können.

FRANKFURT/M. Überzeugend ist vor allem das charttechnische Bild. Der primäre Aufwärtstrend seit Anfang 2001 ist intakt und weist eine zunehmende, positive Trenddynamik auf. Positiv ist der fehlgeschlagene Versuch, diesen Trend mit der Korrektur im ersten Quartal bei rund 325 $ zu brechen. Die Feinunze hat die markante Unterstützung mehrfach getestet und verteidigt, so dass sich der versuchte Trendbruch als Bärenfalle darstellt und somit die psychologische Grundlage der aktuell laufenden starken Aufwärtsbewegung ist. Passend zum Aufwärtstrend sind die bevorstehenden Kaufsignale des Trendfolgeindikators MACD auf Wochenbasis. Der Indikator zielt auf den mittelfristigen Bereich ab. Signale auf Wochenbasis sind in der Regel sehr stabil und nachhaltig, so dass aus dieser Sicht für die kommenden Wochen mit weiter steigenden Kursen zu rechnen ist.

Auch die Positionierung der professionellen Marktteilnehmer an der Terminbörse spricht für weiter steigende Goldpreise. Die Positionierung der "Commercials" ist als vorlaufender Indikator für den Markttrend zu werten. Beispielsweise hatten die Profis beim markanten Top bei 385 $ Anfang Februar hohe Shortpositionen aufgebaut. Mit der Korrektur der folgenden Wochen wurden diese Shortpositionen stark abgebaut und haben sich trotz der steigenden Goldnotierungen nicht derart erhöht, dass man von einem unmittelbar bevorstehenden Top im Gold ausgehen muss.

Nur kurzfristig ist der Markt durch die starke Aufwärtsbewegung rückschlagsgefährdet. Experten gehen davon aus, dass sich der Goldpreis in den kommenden Handelstagen auf ein Niveau von 360 bis maximal 355 $ zurückziehen kann. Konsolidierungstendenzen dienen in dem starken Trend als Möglichkeit einer erneuten Positionierung, da wir aus zyklischer Sicht erst für Ende Juni mit einem signifikanten Top rechnen. Das mögliche Kurspotenzial liegt allein aus der intakten Trendsystematik bei 400 bis maximal 410 $.

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