Rückschlag für Konferenz abgewendet
Fischer sprach mit Rabbani

Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat durch eine Vermittlungsinitiative mit den Machthabern in Kabul einen drohenden Rückschlag für die Afghanistan-Konferenz abgewendet. Fischer habe am Montagabend mit dem amtierenden afghanischen Präsidenten Burhanuddin Rabbani telefoniert, verlautete am Dienstag aus Konferenzkreisen.

dpa BONN. Eine Stunde später habe Rabbani die Namensliste der einflussreichen Nordallianz für die Posten in der Übergangsregierung in Kabul freigegeben.

Eine weitere Verzögerung der Konferenz auf dem Petersberg sei damit vermieden worden, hieß es weiter. Rabbani, der Führer der Nordallianz, habe ursprünglich einen Teil der Delegation zurückrufen wollen, um die Namen in Kabul zu besprechen. Er hatte bereits zuvor versucht, die Konferenz bei Bonn zu torpedieren. Fischer habe ihm eindringlich klar gemacht, dass eine erfolgreicher Abschluss der Konferenz ein Schritt in eine bessere Zukunft für Afghanistan sei.

Die Delegierten hatten sich nach einem Verhandlungsmarathon am späten Montagabend grundsätzlich auf die Bildung einer Übergangsregierung und die Notwendigkeit einer internationalen Friedenstruppe unter UN-Mandat für Afghanistan geeinigt.

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