Rückschlaggefahr vorerst gering
Dax-Ausblick: 5700 Punkte zum Jahresende möglich

Die anhaltende Kletterpartie ist erst einmal beendet. Die Stimmung ist zwar weiter positiv, aber mehr als 5200 Punkte sehen Analysten beim Dax in der kommenden Woche nicht. Auf positive Impulse müssen die Märkte weiter warten. Doch größere Rückschläge werden nicht befürchtet, denn die Hoffnung auf eine Erholung im kommenden Jahr ist ungebrochen.

HB DÜSSELDORF. Als "Minikonsolidierung" bezeichnet Achim Matzke, technischer Analyst der Commerzbank , die derzeitigen Kursrückgänge. Mit größeren Rückschlägen sei jedoch nicht zu rechnen: "Der Markt ist widerstandsfähig". Als "mixed picture" beschreibt er die kommende Börsenwoche. Übersetzt heißt das: Es geht "im Wesentlichen seitwärts".

Von Wirtschaftsdaten dürften in der kommenden Woche kaum Impulse ausgehen. Alle Dow Jones-Werte haben inzwischen ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Bei den Zwischenberichten der Dax-Werte könnten, so die DZ-Bank in ihrem Wochenbericht, nur Preussag und Münchner Rück für größeres Interesse sorgen, während die Zahlen der Deutschen Telekom weitestgehend bekannt sind. Umso größere Aufmerksamkeit dürften US-Frühindikatoren wie die Zahlen zum Verbrauchervertrauen auf sich ziehen.

Da schlechte Konjunktur-Nachrichten zur Zeit an der Tagesordnung sind, sind negative Impulse aus den neuen Daten allerdings kaum zu befürchten. Im Gegenteil: Dass niemand mit nachhaltig verbesserten Indikatoren rechnet, könnte im derzeitigen Umfeld sogar positiv wirken, meint etwa Volker Borghoff, Aktienstratege von HSBC Trinkaus & Burkhardt . Weil die Erwartungen gering seien, könnten sie leicht übertroffen werden, begründet er. Dadurch bestünden "gute Chance auf positive Überraschungen".

>>> wichtige Termine der kommenden Woche:

Wann?Was?
DienstagVerbrauchervertrauen USA


(Conference Board)
Dienstag

D.Logistics

(3. Quartal)
MittwochDt. Telekom (3. Quartal)
Donnerstag

Münchener Rück

(3. Quartal)
DonnerstagPreussag (3. Quartal)
DonnerstagT-Online (3. Quartal)
Freitag

Fielmann

(3. Quartal)
FreitagEinkaufmanagerindex Chicago


(November)
Quelle: DZ-Bank

Trotz Konsolidierungstendenzen bleibt die Stimmung am Markt gut. Die positive Wendung im Afghanistan-Krieg, die niedrigen Zinsen und der deutlich gesunkene Ölpreis nähren der DZ-Bank zufolge die Hoffnung, dass sich die Weltkonjunktur zumindest ab der zweiten Hälfte des kommenden Jahres wieder beleben wird. Für weiter steigende Kurse sorge auch die Angst vieler Investoren, den Aufschwung zu verpassen.

Diese langfristigen Erwartungen bestimmen schon jetzt das Börsengeschehen: Die Anleger rüsten sich jetzt schon für 2002. "Da wird eine Erholung erwartet und die nehmen die Anleger schon vorweg", meint Volker Borghoff. Bis zum Jahresende sieht er daher noch Potential bis zu 5700 Punkten. Damit wäre, so meint er, "die positive Konjunkturentwicklung des kommenden Jahres aber auch schon vorweggenommen." In dieser Woche hält er aus dem gleichen Grund noch einen leichten Anstieg auf bis zu 5200 Punkte für möglich.

Dax in intakter Aufwärtsbewegung

Die technische Sicht bestätigt diese Erwartung. Roger Vogt, technischer Analyst der Deutschen Bank , sieht den Dax auf kurze Sicht weiter in einer "intakten Aufwartsbewegung" mit einer Widerstandslinie im Bereich um 5212. Nach unten hin bilde sich im Bereich 5050 - 5000 eine Unterstützung heraus.

Aus technischer Sicht interessante Dax-30-Werte sind für Vogt zur Zeit Daimler-Chrysler , Linde , BASF , Siemens , Infineon und Bayer . Bei Münchener Rück , Allianz und Fresenius sieht er dagegen erst einmal keinen Handlungsbedarf.

"Die Zeit der Einstiegskurse ist eigentlich schon wieder vorbei", meint Volker Borghoff auf die Frage nach interessanten Titeln. Wer schon investiert sei, solle aber keinesfalls verkaufen. Da zunächst mit weiteren Kurssteigerungen zu rechnen sei, sollten Anleger erst zum Jahresende Gewinnmitnahmen in Betracht ziehen. Zum Einstieg rät er allenfalls bei kleineren Titeln wie etwa Pfeiffer Vacuum .



Ihre Meinung zur Lage auf dem Parkett? Schreiben Sie an: c.woellner@vhb.de



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DZ-Bank

Unternehmen


Gewinn 2001


Gewinn 2002e


Gewinn 2003e


Anlageurteil


Adidas-Salomon

4,63


5,23


6,07


halten


Allianz

8,50


12


15


halten


BASF

1,33


2,57


3,33


verkaufen


Bay.Hypo-Vereinsb.

1,49


1,84


2,76


halten


Bayer

1,07


1,23


2,17


verkaufen


BMW

2,42


2,85


3,05


halten


Commerzbank

0,06


1,42


2,08


halten


Daimler Chrysler

0,78


3,59


5,3


halten


Degussa

1,25


1,37


1,67


halten


Deutsche Bank

5,62


6,46


8,66


kaufen


Deutsche Post

1,36


1,30


1,36


kaufen


Deutsche Telekom

-1,12


-1,20


-0,71


verkaufen


Eon

2


3,75


3,90


kaufen


Epcos

2,28


1,72


2,72


verkaufen


FMC

2,51


2,85


3,35


halten


Henkel Vz.

2,32


2,18


3,14


halten


Infineon

-0,92


-0,32


0,77


verkaufen


Itelligence

-0,39


0,06


0,19


verkaufen


Linde

2,80


2,80


3,29


halten


Lufthansa

-0,35


0,1


0,4


halten


MAN

0,6


1


1,70


verkaufen


Metro

1,22


1,34


1,47


halten


MLP

1,05


1,34


1,74


halten


Münchener Rück

4


12


15


halten


Novasoft

0,26


0,35


0,39


halten


Preussag

1,94


1,73


2,13


verkaufen


RWE

2,24


2,4


2,8


kaufen


SAP

1,6


3,13


3,78


verkaufen


Schering

2,07


2,32


2,71


kaufen


Thyssen Krupp

1,20


0,10


0,80


kaufen


VW

5,52


6,05


6,58


halten


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