Rückstellungen in Milliardenhöhe
Schneider macht Brüssel für Verlust verantwortlich

Der französische Elektronikausrüster Schneider Electric SA (Paris) hat die Wettbewerbshüter in Brüssel für seinen Verlust im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht.

dpa PARIS. Für die bevorstehende Zwangsscheidung von seinem Partner Legrand habe das Unternehmen 1,4 Mrd. Euro zurückgelegt, teilte Schneider Electric am Mittwoch in Paris mit.

Der Verlust im Geschäftsjahr 2001 betrug 986 Mill. Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 625 Mill. Euro Gewinn erwirtschaftet. Auch Einbrüche im Nordamerika-Geschäft und rückläufige Investitionen hätten sich negativ auf die Bilanz ausgewirkt. Der Umsatz von Schneider Electric stieg indes um 1,4 % auf 9,83 Mrd. Euro.

Für 2002 erwartet das Unternehmen eine "Stabilisierung in leicht schrumpfenden Märkten". In den USA und in Europa werde der Konzern 2002 seine Maßnahmen zur Kostenverringerung fortsetzen. Im vergangenen Jahr hat Schneider fünf Fabrikationsanlagen in den USA geschlossen und 7,5 % von insgesamt 80 000 Angestellten weltweit entlassen. Teile der Produktion wurden in Billiglohnländer wie Mexiko, Polen und Bulgarien ausgelagert.

Die EU-Kommission hatte im Oktober des vergangenen Jahres die Trennung der de facto bereits zusammengeführten Unternehmen angeordnet.

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