Rücktritt aufgrund der hohen Verschuldung
British Telecom-Chef Vallance ist zurückgetreten

Der privatisierte Kommunikationskonzern war wegen der hohen Verschuldung von rund 93 Mrd. DM in den letzten Monaten unter massiven Druck geraten.

Reuters LONDON. Der Chairman der hoch verschuldeten British Telecom, Iain Vallance, ist am Donnerstag zurückgetreten und hat damit auf entsprechende Forderungen von Investoren reagiert. Der bisherige Chef des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders BBC, Christopher Bland, solle zum 1. Mai die Nachfolge von Vallance antreten, teilte das Unternehmen in London mit. Vallance, der 1966 zu BT gekommen war, wollte ursprünglich im Juli 2002 abtreten. Zuletzt hatte es wegen der enorm gestiegenen Schuldenlast des Telekom - Konzerns Forderungen nach personellen Konsequenzen gegeben.

Bland stärkte derweil Firmenchef Peter Bonfield den Rücken und sagte, Bonfield sei der richtige Mann für diese Aufgabe. In Industriekreisen hieß es dagegen, die erste Aufgabe Blands könnte es sein, einen Ersatz auch für Bonfield zu suchen.

Um die Schuldenlast zu reduzieren, plant British Telecom nach Angaben aus Industriekreisen die Ausgaben von Optionen, um damit etwa 15,5 Mrd. DM an Mitteln von ihren Aktionären zu erhalten. "Die British Telecom hat das mit ihren Investoren diskutiert und ist auf große Zustimmung gestoßen", erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus den Kreisen. Der Schuldenberg des Telekommunikationsunternehmens hatte sich nach Übernahmen und dem Erwerb von UMTS-Lizenzen auf 30 Milliarden Pfund aufgetürmt. Ursprünglich hatte der Konzern etwa ein Drittel der Schuldenlast durch einen Börsengang seiner Mobilfunksparte abbauen wollen. Dieser Plan scheiterte aber an den deutlichen Kurseinbrüchen bei Technologieaktien in den vergangenen Monaten.

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