Rücktrittsklauseln bei wettbewerbsrechtlichen Problemen
Liberty bietet Kirch Kooperation im Kabel an

Der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Media hat nach Aussagen seines Chefs, John Malone, dem Pay-TV-Sender Premiere World der Kirch-Gruppe eine Zusammenarbeit angeboten.

Reuters FRANKFURT. In einem am Wochenende teils in redaktioneller Bearbeitung veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte Malone: "Ich glaube, dass wir gemeinsam viele Probleme lösen können, die im Moment das Kabelgeschäft in Deutschland negativ beeinflussen."

Zudem wolle Liberty entgegen anders lautender Bedenken keine in Deutschland beliebten und gefragten Programme aus seinem Kabel streichen, sagte Malone.

Anfang der Woche hatten die Deutsche Telekom und Liberty Media die Übernahme der restlichen sechs in Telekom-Besitz verbliebenen Fernsehkabel-Gesellschaften für 5,5 Mrd. ? vereinbart. Nach Angaben aus verhandlungsnahen Kreisen enthält die Vereinbarung Rücktrittsklauseln für beide Seiten. Malone bestätigte in dem Interview entsprechende Klauseln und kündigte an, im Falle wettbewerbsrechtlicher Probleme von dem Kauf zurückzutreten.

Bei Kartellproblemen: Ausstieg

"Wenn wir feststellen, dass unsere Vision vom Aufbau eines neuen Dienstleistungsbereichs an den Regulatoren und an einem unfreundlichen Klima scheitern, werden wir aus dem Vertrag aussteigen müssen", zitiert das Magazin Malone. Am Mittwoch hatte Liberty den Vertrag bei der zuständigen Beschlussabteilung des Bundeskartellamts in Bonn eingereicht.

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