Rückwärts in Einbahnstraße
Kein Schadensersatz bei grober Fahrlässigkeit

Auch ein grob fahrlässiges Verhalten eines Arbeitnehmers rechtfertigt noch nicht automatisch einen Schadensersatzanspruch der Firma. Wie das Arbeitsgericht Frankfurt entschied, muss das Unternehmen überdies detailliert Beweis über den entstandenen Schaden führen.

dpa FRANKFURT/M. Die Richter wiesen damit die Klage eines Fuhrunternehmens gegen einen bei ihm beschäftigten Taxifahrer zurück (Az: 5 Ca 2088/02).

Der Fahrer war rückwärts in eine Einbahnstraße gefahren und hatte nach längerer Strecke einen Ampelmast gerammt. Zur Begründung des Schadensersatzanspruches in Höhe von 5000 Euro verwies die Firma lediglich auf eine Rechnung über die Reparatur des Taxis. Angaben über die genauen Schäden, die von dem Arbeitnehmer angerichtet worden waren, fehlten jedoch ebenso wie die einzelnen Schadensbeträge.

Obwohl es sich um ein "grob fahrlässiges Fehlverhalten" des Arbeitnehmers gehandelt habe, sah das Gericht noch keine Grundlage für einen Schadensersatzanspruch. Voraussetzung hierfür sei nämlich nicht allein ein Fehlverhalten, sondern vielmehr ein konkret nachgewiesener und bezifferter Schaden, stellte die Gerichtsvorsitzende fest.

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