Rückzug träfe Oregon hart
Daimler-Chrysler-Tochter Freightliner in der Krise

Schon jetzt sind die Wirkungen der Entlassungen bei der Daimler-Chrysler-Tochter Freightliner in der gesamten Wirtschaft des US-Bundesstaates Oregon nachhaltig zu spüren.

vwd PORTLAND. Sollte der Automobilkonzern sich für den Abzug seiner Lastkraftwagen-Tochter aus Oregon entscheiden, so werde sich die Lage verschlimmern, wird in der Zuliefererbranche befürchtet. Freightliner hatte im Oktober vergangenen Jahres 770 Mitarbeiter in Portland entlassen und im März 2001 den Abbau weiterer 1 085 Stellen angekündigt. Das Lkw-Geschäft mache immer Höhen und Tiefen durch, doch ob Freightliner auch dieses Mal wieder aus dem Tal herauskomme, sei fraglich.

Daimler-Chrysler schätzt, dass Freightliner in diesem Jahr bis zu 1,2 Mrd. $ einbüßen wird, da die Nachfrage am Markt für schwere Lkw, traditionell auch ein Konjunkturanzeiger in den USA, weiter sinkt. In Gewerkschaftskreisen ist die Rede davon, dass Freightliner die Schließung ihrer Unternehmenszentrale und der Werke in Portland plane. Dort arbeiten rund 3 000 Mitarbeiter. Die Aktivitäten könnten nach North Carolina übertragen werden; dort hat das Unternehmen die Ostküstenaktivitäten gebündelt. Zudem hat Freightliner Produktionsanlagen in Kanada.

Freightliner-CEO Rainer Schmückle wird das Sanierungskonzept für die Gesellschaft am 19. oder 20. Oktober vorlegen.

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