Rückzug von Ford weckt Begehrlichkeiten
Daimler liebäugelt mit Daewoo

Offiziell wird von einem Höflichkeitsbesuch gesprochen. Tatsächlich wird Hyundai-Motor-Chef Chung MMong-Koo in Stuttgart mit Jürgen Schrempp auch über die Lage beim koreanischen Konkurrenten Daewoo Motor beraten. Eine Beteiligung gilt nicht als ausgeschlossen.

ga/zel TOKIO/DÜSSELDORF. Daimler-Chrysler und sein neuer koreanischer Partner Hyundai werden am Donnerstag auf höchster Ebene über eine Beteiligung an dem angeschlagenen Automobilhersteller Daewoo Motor verhandeln. Das verlautete gestern aus Unternehmenskreisen in Seoul. Wie es weiter hieß, werden der Daimler-Vorstandsvorsitzende Jürgen Schrempp und Hyundai-Motor-Chef Chung Mong-Koo in Stuttgart zusammenkommen.

Offiziell hieß es, der koreanische Automobilmanager wolle dem neuen Hauptaktionär einen Höflichkeitsbesuch abstatten. Daimler-Chrysler wird voraussichtlich im Oktober mit knapp 10 % bei dem koreanischen Hersteller einsteigen, um vor allem das Geschäft mit Nutzfahrzeugen in Asien zu stärken.

Dem Vernehmen nach soll bei den Gesprächen in Stuttgart auch die Lage beim angeschlagenen koreanischen Konkurrenten Daewoo beraten werden. Nach dem überraschenden Ausstieg von Ford im Bieterverfahren um Daewoo Motor gehört Daimler-Chrysler zusammen mit seinem neuen Partner Hyundai jetzt plötzlich wieder zu den möglichen Käufern des Automobilherstellers. Zweiter verbliebener Bewerber für Daewoo ist der General-Motors-Konzern, der zusammen mit seinem italienischen Partner Fiat ein Angebot abgegeben hatte. Daimler-Chrysler-Konzernchef Jürgen Schrempp hatte bislang erklärt, sein Unternehmen sei allenfalls an einzelnen Teilen von Daewoo interessiert.

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