Rüde Methoden auf dem Vormarsch
Wettbewerb um Spitzenkräfte immer härter

Der Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte in der deutschen Wirtschaft wird nach Expertenmeinung immer härter. "Spitzenkräfte werden intensiv von geschulten Headhuntern angesprochen und abgeworben", sagte der Hamburger Personalberater Ralf Browatzki.

dpa BIELEFELD. Nach seiner Darstellung sind knapp 70 % aller Arbeitgeberwechsel bei Führungskräften von den bundesweit rund 6 500 Personalberatern initiiert worden.

Das so genannte Headhunting ziehe sich durch alle Branchen. "Im Kampf um Spitzenkräfte in den Top-Etagen sind rüde Methoden auf dem Vormarsch", erläuterte der Experte. Um an vertrauliche Informationen über den Zielkandidaten zu gelangen, wechselten die Info-Spezialisten sogar häufig ihre Identitäten. Einen einmal abgeworbenen Mitarbeiter ersetzen zu müssen, könne bis zu einem Jahresgehalt und mehr kosten. Hinzu komme der erhebliche Verlust an Image, Kundenbindung und Know- how für das Unternehmen.

Als beste Abwehrstrategie und Vorbeugung gegen Info-Diebe empfahl Browatzki "bewährte Bindemittel". Ein Unternehmen mit zufriedenen und motivierten Mitarbeitern sei der beste Schutzwall gegen aggressive Abwerbe-Aktivitäten. Wichtig sei in diesem Zusammenhang vor allem ein regelmäßiges Mitarbeiter-Training zum Umgang mit "sensiblen Informationen" und Telefonlisten. Aber auch die unternehmenseigenen Publikationen enthielten oft Schwachstellen und versteckte Einfallstore für Informationssuchende, sagte Browatzki.

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