Rüdes Vorgehen
Journalisten von chinesischer Polizei festgenommen

Bei der Berichterstattung über den tödlichen Anschlag in der chinesischen Provinz Xinjiang sind zwei japanische Journalisten vorübergehend festgenommen worden. Der betroffene Reporter berichtete von Schlägen durch chinesische Polizeibeamten. Indessen haben sich die chinesischen Behörden nach dem Zwischenfall entschuldigt.

TOKIO. Er sei mehrfach ins Gesicht geschlagen worden, sagte der Reporter Shinji Katsuta am Dienstag in einem vom Fernsehsender Nippon Television ausgestrahlten Telefoninterview. Der Fotograf Shinzou Kawakita wurde nach Angaben der Zeitung "Tokyo Shimbun" ebenfalls grob behandelt. Die chinesischen Behörden entschuldigten sich nach dem Zwischenfall vom Montag. Nach Angaben von Katsuta waren daran mehrere weitere ausländische Journalisten beteiligt. Die Regierung in Tokio kündigte einen Protest in Peking an. Die beiden Japaner wurden rund zwei Stunden festgehalten und später in ihrem Hotel verhört. Am frühen Dienstagmorgen kamen sie wieder frei. Katsuta habe keine schweren Verletzungen erlitten und werde weiterhin in Xinjiang arbeiten, erklärte sein Arbeitgeber Nippon Television. Ein Sprecher des Senders kündigte eine Beschwerde bei der chinesischen Botschaft in Tokio an. Bei dem Anschlag in Xinjiang am Montag waren 16 Polizisten getötet und 16 weitere verletzt worden.

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