Rüggeberg: Verhältnisse wie in England
Fachärzte sehen Existenzbedrohung durch Reformpläne

Die rund 56 000 niedergelassenen Fachärzte in Deutschland sehen durch die Reformpläne von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ihre Existenzen gefährdet.

HB/dpa BERLIN. Bereits im vergangenen Jahr habe jede siebte Praxis rote Zahlen geschrieben. Nun drohe "das Ende der ambulanten Facharztmedizin", warnte der Präsident des Fachärzteverbandes GFB, Jörg-Andreas Rüggeberg, am Mittwoch in Berlin.

Schmidt plant eine Praxisgebühr von 15 Euro für jene Patienten, die künftig direkt den Facharzt aufsuchen. Sie will damit - zur finanziellen Entlastung der Krankenkassen - die Position der Hausärzte stärken.

Nach Ansicht von Rüggeberg wird Schmidts Gesundheitsreform zu Verhältnissen wie in England führen, das er als Negativ-Beispiel für die Krankenversorgung anführte. Der Verbandschef sieht die Gesundheitsbranche bereits in einer tiefen Rezession "mit allen negativen Auswirkungen für Arbeitsmarkt und Gesamtwirtschaft". Der Fachärzteverband hatte eine Befragung bei seinen Mitgliedern in Auftrag gegeben, derzufolge diese die wesentlichen Reformpunkte von Schmidt einhellig kritisch beurteilen. "Es hat keinen Sinn, Gesetze zu erlassen, die von den Betroffenen mehrheitlich abgelehnt werden", sagte Rüggeberg.

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