Rüssmann: "Verein andere Konturen geben"
VfB sportlich im Aufwind

Sportlich ist der VfB Stuttgart wieder im Aufwind, und auch hinter den Kulissen des hochverschuldeten Bundesligisten wird kräftig gewerkelt.

HB/dpa STUTTGART. "Wir sind im Umbruch", sagte Manager Rolf Rüssmann am Sonntagabend in der SWR-Fernsehsendung "Sport im Dritten" und räumte ein, dass der Verein derzeit nicht "auf dem neuesten Stand ist". Bei der Verpflichtung eines neuen Geschäftsführers im Marketingbereich stehe der Club kurz vor einer Entscheidung. "Wir müssen dem Verein andere Konturen geben", betonte Rüssmann. Helfen soll dabei der designierte Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Hundt. "Es ist ein großer Vertrauensbeweis, dass sich renommierte Persönlichkeiten dem VfB zur Verfügung stellen", meinte Rüssmann zur Kandidatur des Arbeitgeberpräsidenten.

"Wenn wir uns selber helfen, werden uns auch andere helfen", sagte der nicht unumstrittene Manager. Geld erwarte er vom neuen Aufsichtsrat nicht. Auch aus diesem Grunde müssen die Spieler noch auf die eingefrorenen Prämien für das Erreichen des UEFA-Cups warten. "Wenn wir in der Lage sind, diese zu zahlen, werden wir es machen. Wir möchten gern, können es aber nicht", erklärte Rüssmann. Auch bei der Verlängerung von Spielerverträgen sind dem VfB die Hände gebunden. Sieben Kontrakte - unter anderem von Kapitän Zvonimir Soldo und Angreifer Sean Dundee - laufen zum Saisonende aus. Rüssmann: "Wir haben mittelfristige Finanzplanungen und können deshalb keine Risiken gehen. Die meisten Spieler wissen aber, dass wir mit ihnen planen."

Mit Erfolgen können es die Spieler der Vereinsführung leichter machen. Mit dem 4:1 (0:1) gegen 1860 München hat sich die Mannschaft selbst von immensem Druck befreit. "Es war ein wichtiger Schritt, um vom Tabellenende wegzukommen", sagte Trainer Felix Magath erleichtert. "Mit dieser Leistung brauchen wir uns vor der Zukunft nicht zu fürchten." Doch seine Spieler spannten ihn zunächst auf die Folter. Bereits zum vierten Mal in dieser Saison verschossen die Stuttgarter einen Strafstoß: Soldo scheiterte an Simon Jentzsch, der zum sechsten Mal in Folge bei einem Elfmeterduell Sieger blieb.

Das "Löwentrauma" beendeten die Schwaben dennoch eindrucksvoll. Zum ersten Mal seit dem 30. Mai 1981 gewannen sie ein Heimspiel gegen die Münchner. Der zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal geborene Kevin Kuranyi war erneut der Matchwinner. Mit seinen Saisontoren fünf und sechs (46./48.) gelang dem 20-Jährigen die Wende. Zuvor hatte Markus Schroth (22.) die Gäste in Führung gebracht (22.). Joker Viorel Ganea (50./90.) stellte den verdienten Sieg sicher.

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